ARCHIV - 05.07.2016, Berlin: Schauspielerin Felicitas Woll beim Produzentenfest im Haus der Kulturen der Welt. Am Montag (20.01.2020) feiert die Nordhessin ihren 40. Geburtstag. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Felicitas Woll gehört zu den bekanntesten Gesichtern im deutschen Fernsehen. Doch ihr Privatleben schirmt die Schauspielerin erfolgreich ab. Zu ihrem 40. Geburtstag kehrt die Nordhessin in eine ihrer erfolgreichsten Rollen zurück.

Kess, chaotisch und in Liebesnöten: So gelang Felicitas Woll der Durchbruch. „Lolle“ hieß die Hauptfigur der Fernsehserie „Berlin, Berlin“, die vor über 15 Jahren die Schauspielerin bekannt machte. Am Montag (20. Januar) feiert sie ihren 40. Geburtstag – und ist bald erneut in der Rolle ihres Lebens zu sehen.

Im März startet „Berlin, Berlin“ als Kinofilm. Dann kehrt auch Serienheldin „Lolle“ zurück – erneut gespielt von Felicitas Woll. „Sie ist älter und reifer geworden, aber sie ist natürlich immer noch chaotisch und steht ein bisschen am selben Punkt wie damals“, sagt Woll über die Figur.

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Über die Schauspielerin kann man letzteres nicht sagen. Woll hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie mehr kann als lustig sein. Die Bandbreite ihrer Rollen ist groß: In „Dresden“ (2006) spielte sie eine Krankenschwester im Zweiten Weltkrieg, in „Liebe bis in den Mord“ (2016) ein Vergewaltigungsopfer. Im Drama „Nacht. Das Netz vergisst nie“ (2017) kämpfte sie als Mutter gegen Cybermobbing, als Kommissarin Pia Sander geht Woll seit Jahren in den Verfilmungen der Taunuskrimis auf Mörderhatz.

Ein Kalkül hinter der Auswahl der Drehbücher gibt es laut der zweifachen Mutter nicht: Sie suche Rollen nach Gefühl aus, sagt Woll. „Wenn ich auf den ersten Seiten schon merke, da passiert bei mir nichts, oder ich höre auf zu lesen, dann weiß ich, da ist der Funke bei mir nicht übergesprungen.“ Das sei wie Liebe auf den ersten Blick.

Der Erfolg gibt ihr recht: Unter anderem bekam sie den Grimme-Preis für „Berlin, Berlin“ sowie den Bayerischen Fernsehpreis für „Dresden“ und das Drama „Die Ungehorsame“ (2015).

„Berlin, Berlin“ kommt im März 2020 ins Kino. Foto: Marcel Mettelsiefen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Geboren wurde die Nordhessin 1980 in Vöhl-Harbshausen, einem kleinen Dorf am Edersee. Sie wuchs in einer Großfamilie auf. Ihre Mutter zog neben vier eigenen noch vier weitere angenommene Kinder groß.

Im Alter von 18 Jahren machte Woll eine Ausbildung zur Krankenpflegerin und wurde in einer Diskothek von ihrem zukünftigen Agenten entdeckt. Es folgten Auftritte in Fernsehserien, 1999 auch eine Hauptrolle in der chinesischen TV-Serie „True Love Is Invisible“. 2001 war sie in der Komödie „Mädchen, Mädchen“ zum ersten Mal im Kino zu sehen.

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Heute lebt Woll mit ihren zwei Töchtern in Nordhessen. „Ich pendele viel, bin wirklich immer unterwegs“, sagt sie. Ihr Privatleben schirmt die Schauspielerin erfolgreich ab. Sie selbst habe auch Probleme mit Nachrichten über das Privatleben von Promi-Kollegen: „Ich finde es immer schwierig, Privates von anderen zu lesen. Dabei habe ich immer das Gefühl, ich schnüffele darin herum.“

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Wie sie ihren 40. Geburtstag verbringen wird, weiß Woll nach eigenen Angaben selbst nicht. „Ich habe noch nie meinen Geburtstag geplant, ich habe ihn auch noch nie groß gefeiert.“ Sie brauche kein Spektakel um sich herum, es sei ein Tag wie jeder andere.

In den kommenden Monaten will sich die Schauspielerin wieder in die Arbeit stürzen. „Da ist einiges, was jetzt kommt.“ Geplant seien unter anderem eine schwarze Komödie, ein Thriller-Drama und eine Mini-Serie. Doch „Lolle“ aus „Berlin, Berlin“ bleibt für die Schauspielerin eine ganz besondere Rolle. „Sie ist ein Teil von mir, das habe ich gemerkt.“

Quelle: dpa