Faisal Kawusi kommentiert K.o.-Tropfen-Beitrag von Joyce Ilg: „Nächste Mal werde ich die Dosis verstärken“

Faisal Kawusi ist unter dem K.o.-Tropfen-Beitrag von Joyce Ilg böse aufgefallen. Er verspricht Opfer Silvi Carlsson, die Dosis das nächste Mal zu verstärken.
Faisal Kawusi
Comedian Faisal Kawusi bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises 2020. Foto: Henning Kaiser/dpa
Faisal Kawusi
Comedian Faisal Kawusi bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises 2020. Foto: Henning Kaiser/dpa

Am vergangenen Wochenende fiel Joyce Ilg negativ mit einem Instagram-Beitrag auf. Zu einem Foto mit Luke Mockridge schrieb sie: „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich habe nur ein paar K.-o.-Tropfen bekommen.“ Noch einen draufgelegt hat nun aber Faisal Kawusi.

Auf einen Kommentar von Silvi Carlsson, die auf Ilgs Spruch mit den Worten „Bin mal fast an K.o.-Tropfen gestorben. Nicht cool, Joyce. Again“ antwortete, entgegnete der Comedian: „Das nächste Mal werde ich die Dosis verstärken, versprochen.“ Und die Empörung der User ist groß: „Hast du zu viele Pilze gefressen, oder was geht mit dir ab?“, fragt eine weibliche Userin. Eine weitere empfiehlt: „Würde an deiner Stelle Faisal Kawusi anzeigen.“

Gesagt, getan: Wie Carlsson am Dienstagabend in ihrer Instagram-Story mitteilte, habe sie ihren Anwalt eingeschaltet. „Ich dulde keine Gewalt. Nicht mehr. Das sollte niemand“, schreibt die Influencerin. Sie hoffe „Sat.1 wird sich ebenfalls mal überlegen, welchen Menschen sie eine Plattform bietet. Das geht viel zu weit.“

Kurz nach der Veröffentlichung von Ilgs Foto hatte Carlsson ihre Geschichte auf Instagram öffentlich gemacht:

 

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Ein Beitrag geteilt von Silvi Carlsson (she/her) (@silvicarlsson)

Demnach habe sie im Frühjahr 2016 K.o.-Tropfen in ihr Glas gemischt bekommen. „Ich konnte nicht mehr alleine laufen oder stehen“, erinnert sie sich. Das Ergebnis: ein gebrochener Mittelfinger. Selbst am nächsten Tag habe sie noch erhebliche Probleme gehabt. So schlimm, dass ein Krankenwagen gerufen werden musste. „Damals war mir nicht klar, wie haarscharf ich daran vorbei geschlittert bin, an dem Zeug zu sterben.“

Faisal Kawusi: „Kunst hat keine Grenzen“

Mit den Vorwürfen konfrontiert, antwortete Faisal Kawusi am Dienstag wiederum in seiner Instagram-Story: „Kunst hat keine Grenzen. Hat es nie gegeben, wird es nie geben. […] Es gibt keine Grenzen.“ Dann redet sich der 30-Jährige in Rage: „Und auch dieses ‚Faisal, dein Humor hat meine Gefühle verletzt.‘ Dann heul‘ doch, du Pussy. […] Ich bin für eure scheiß Gefühle nicht verantwortlich.“ Abschließend fragt er seine Community, ob er in Zukunft nicht mal zurückschießen solle. Denn: „Ich hab‘ die Schnauze voll von euch kleinen Pissern.“ Klingt nicht wirklich nach einer Entschuldigung.

Während die Kritik in den sozialen Netzwerken durch seine Aussagen nur noch größer wurde, erhält er zumindest von Joyce Ilg Unterstützung. Sie teilte die Kawusi-Videos und kommentierte: „Ich bin selbst schon Opfer gewesen und kann trotzdem über diese Themen lachen. Darf ich das oder darf ich das nicht? Und wer bestimmt eigentlich, wie mein Humor sein darf?“ In einem Post stellt sie zusätzlich die Frage: „Sollten wir neben Humorgrenzen nicht auch mal über Shitstormgrenzen reden?“

 

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Sie verstehe, dass ihr Witz auf manch Menschen „zu extrem“ gewirkt habe, stellt aber die Frage, ob das, was daraus gemacht wird, nicht auch zu extrem sei. „Menschen, die geliked haben, wird der Tod gewünscht“, kritisiert die 38-Jährige. Ihr Wunsch: „Lasst uns doch gerne ins offene Gespräch gehen die nächsten Tage und MITEINANDER sprechen statt GEGENEINANDER.“ Sie habe sogar schon eine  Idee zur Umsetzung.

Ko-Tropfen-Spruch: Fans wütend über Joyce Ilg und Faisal Kawusi

Dass es dazu kommen wird, scheint zumindest momentan aber unwahrscheinlich. Die Netzgemeinde ist nämlich ziemlich wütend. „Berechtigte Kritik ist kein Shitstorm“, erklärt ein User. Eine andere schreibt: „Du sagst Humor darf alles. Na klar darf Humor alles. Ob‘s kacke ist, ist halt die Frage. Du kannst doch nicht mit nem Typen, der wegen sexueller Übergriffe bekannt ist, einen ironischen Witz über K.O. Tropfen bringen und erwarten, dass der Medien-Topf nicht überkocht?! Come on, dazu bist du zu lange im Geschäft.“

Kritik gibt es sogar aus der eigenen Szene. „Ja, bitte bring noch mehr Statements zum Thema Humor die nächsten Tage, es war mir bis jetzt noch nicht dumm genug“, lautet der Kommentar von von Comedienne Giulia Becker, der 15 Stunden nach Veröffentlichung schon fast 15.000 Likes gesammelt hat.

>> Hintergrund: Joyce Ilg postet Foto mit Luke Mockridge – und reißt K.o.-Tropfen-Spruch <<