Cheyenne Savannah Ochsenknecht
Foto: Jens Kalaene/dpa

Cheyenne Ochsenknecht führt als gefragtes Model ein Leben in der Öffentlichkeit. Die Tochter von Uwe und Natascha Ochsenknecht spürt allerdings auch die Schattenseiten dieses Lebens, will aber Beleidigungen im Netz nicht mehr auf sich sitzen lassen.

Ochsenknecht sieht sich wegen Bikini-Fotos aus dem Urlaub sogar in Todesgefahr und geht nun rechtlich gegen Hasskommentare im Internet vor, wie die Zeitschrift „Bunte“ berichtet. „Nur weil ich Bikini-Fotos aus dem Urlaub poste, hat doch niemand das Recht, mich zu beleidigen oder mit Mord zu drohen!“, sagte Ochsenknecht, die sich vor längerer Zeit schon einmal ein öffentliches Scharmützel mit Heidi Klum wegen der TV-Sendung „Germany’s next Topmodel“ geliefert hatte.

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Es fühle sich gut an, dass die Polizei dies sehr ernst nehme und der Sache wirklich nachgehe, zitiert die Zeitschrift die 19-Jährige.

Cheyenne Savannah Ochsenknecht hat mehr als 240.000 Follower auf Instagram. Schon in der Schule war sie laut „Bunte“ Mobbing-Attacken ausgesetzt. „Aber statt dagegen vorzugehen, habe ich vieles runtergeschluckt“, berichtete sie. „Und jetzt, als das Cyber-Mobbing losging, fühlte ich mich plötzlich wieder wie damals. Sogar die Bauchschmerzen kamen zurück. Da war mir klar, dass ich etwas unternehmen muss.“

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Unterstützung bekommt sie dabei von ihrer Mutter Natascha, die bereits Anfang Februar auf Instagram allen Hatern mit einer Anzeige drohte. Cheyenne sähe sich ständig Mobbing und Beleidigungen ausgesetzt: „Das ist primitiv und asozial“, so die 55-Jährige. Alle Anfeindungen würden fortan bei der Polizei landen, „das kann sehr teuer für euch werden“.

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Gute Nachrichten gab es für die Ochsenknechts dann am 19. Februar, als die Bundesregierung einen Gesetzentwurf gegen Hasskriminalität im Netz billigte. Wer im Netz mit Mord oder Vergewaltigung droht, soll demnach künftig deutlich härter bestraft werden als bisher. Dafür wird der Strafrahmen von bis zu einem auf drei Jahre verdreifacht, heißt es in der Vorlage des Bundesjustizministeriums.

Cheyenne Ochsenknecht feierte diese Entscheidung und kommentierte auf Instagram: „bin sprachlos vor Freude!“

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So freute sich Cheyenne Ochsenknecht auf Instagram über den Gesetzentwurf der Bundesregierung. Foto: Screenshot Instagram/cheyennesavannah

Laut Gesetzentwurf müssen Netzwerkbetreiber zudem schwere Straftaten wie Morddrohungen, die Belohnung und Billigung von Delikten sowie Volksverhetzung und Gewaltdarstellungen der dafür vorgesehenen Zentralstelle beim Bundeskriminalamt melden.

In dem Entwurf, wird von 250.000 gemeldeten Fällen pro Jahr ausgegangen. Bei Delikten wie Beleidigung oder übler Nachrede soll es den Betroffenen überlassen bleiben, ob sie eine Strafverfolgung wünschen.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa und AFP