Foto: dpa
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An der Seite von Ehemann Mats kennen wir Cathy Hummels schon seit über einem Jahrzehnt. Nun lernt die Öffentlichkeit aber eine andere Seite von ihr kennen – die der Mobbenden.

In den vergangenen Monaten hat Cathy Hummels versucht, das Image der Spielerfrau und der Influencerin endgültig hinter sich zu lassen und ist dafür als Moderatorin in Erscheinung getreten.

Neben der RTLZWEI-Sendung „Kampf der Realitystars“ moderierte sie ebenfalls auf dem Sender „Love Island“, während Jana Ina Zarrella nach ihrem positiven Corona-Test in Quarantäne musste.

Über eine ganz andere Seite spricht Hummels aber in ihrem Buch „Mein Umweg zum Glück“. Sie gesteht in einem Ausschnitt, der „Bild“ schon vorab vorgelegen hat, in ihrer Teenager-Zeit andere Personen gemobbt zu haben – insbesondere waren ein Lehrer und andere Mädchen aus ihrer Schule ihre Opfer.

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„In der siebten Klasse war ich Teil einer Mädels-Clique und wie das in dem Alter so ist, testeten wir unsere Grenzen aus. Das taten wir bei denen, die in unseren Augen die vermeintlich Schwächeren waren“, schreibt Hummels.

„Eines Tages nahmen wir einen unserer Lehrer ins Visier. Warum ihn? Er war eine gute Seele, tat keiner Fliege etwas zuleide, im Grunde hatten wir nichts an ihm auszusetzen. Nur nein sagen, das konnte er nicht, und genau das nutzten wir knallhart aus.“

„Wir lachten über ihn in seiner Gegenwart, wir stichelten gegen ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bot, wir mobbten ihn systematisch. Mit vierzehnjährigen Mädels ist nicht zu spaßen, erst recht nicht, wenn sie im Rudel auftreten und sich, wie wir in unserer Clique, stark, unangreifbar und cool fühlten“, fährt sie fort.

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Zusammenfassend sagt sie: „Ich mobbte, um cool zu sein. Ich wollte dazugehören, auf Teufel komm raus.“ Bereits im Alter von 16 Jahren hatte sie darüber hinaus mit Depressionen zu kämpfen.

In der Vergangenheit sprach sie darüber, dass sie während der Weltmeisterschaft 2014, als ihr Ehemann Mats den Titel nach Hause holte, auch mit der Krankheit zu kämpfen hatte. In ihrer Jugend habe es eine Phase gegeben, in der ihr Kopf durchgehend gegen sie gearbeitet habe: „Die Fragen und Gedanken hörten nicht auf zu kreisen. Was, wenn Du einfach nicht mehr da wärst? Dann wäre das Ganze endlich vorbei. Du könntest endlich wieder entspannen.“

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Die mittlerweile 32-Jährige sagt, sie sei allerdings stets dagegen angegangen: „Ich wollte weiter machen, ich wollte doch nicht tot sein! Also versuchte ich mir einzureden, es sei irgendwann vorbei, aber in einer Depression glaubt man nicht daran.“ Mit 21 Jahren hat sie sich dann in eine Therapie begeben.

Gebürtig stammt Hummels wie ihr Ehemann aus München. Da Mats allerdings inzwischen wieder in Dortmund spielt, pendelt sie zwischen ihrer Heimat – dort leben sie und der gemeinsame Sohn Ludwig – und Nordrhein-Westfalen. Wie sie über die Fernbeziehung denkt, erklärt Hummels hier.