Foto: dpa/Jens Kalaene
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Blitzlicht und roter Teppich: Die Verleihung der Bambi-Trophäen hat am Freitagabend in Berlin eine Reihe von Stars angelockt, darunter Marie Bäumer, Claudia Michelsen, Heino Ferch, Lars Eidinger und Maria Furtwängler.

Drei Filmdiven, eine alternde Boygroup und eine Menge Nachwuchs-Prominenz: Bei der Bambi-Gala in Berlin tummelten sich am Freitagabend viele Stars. Die Schauspielerinnen Sophia Loren, Penelope Cruz und Liselotte Pulver brachten Filmglamour und etwas Hollywood-Glanz auf den Potsdamer Platz.

Es fühle sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen, sagte Loren (84), die bereits eine Reihe von Bambis bekommen hat, der Deutschen Presse-Agentur vor der Verleihung. „Es ist wirklich eine große Freude, wieder hier zu sein. Es ist sehr schön, jetzt wieder Menschen zu treffen, die ich hier über die Jahre kennengelernt habe.“

Einen Bambi gab es diesmal für die Italienerin nicht, sie kam als Duo untergehakt mit Thomas Gottschalk. Der frühere „Wetten, dass..?“-Moderator hat gerade einen großen Schock hinter sich. Sein Haus in Kalifornien wurde vor wenigen Tagen bei den verheerenden Bränden zerstört. Bei der ARD-Fernsehgala wollte er mit Sophia Loren gemeinsam 70 Jahre Bambi-Geschichte auf der Bühne Revue passieren lassen. „Gegen den Bambi bin ich ja ein Kind“, scherzte Gottschalk vorab.

Für Gottschalk hatten die Bambi-Macher eine besondere Überraschung parat: Weil die fünf Bambis des Entertainers den schlimmen Waldbränden in Kalifornien zum Opfer fielen – Gottschalks Villa in Malibu brannte komplett ab – kam US-Schauspielerin Liv Tyler mit einem goldenen Reh im Arm auf die Bühne und überreichte es ihm. „Ach, wie süß. Habt ihr den recycelt“, witzelt der frühere „Wetten, dass..?“-Moderator und wird dann ernst. „Es ist heftig, ich hatte eine Original-Handschrift von Rilke da in der Halle hängen. Dass der weg ist, das geht mir einfach nicht in den Kopf.“

Ursprünglich hätten die Bayern-Stars Franck Ribéry und Arjen Robben einen Bambi in der Kategorie „Sport“ bekommen sollen – doch der Veranstalter entschied sich nach einem Eklat um Ribéry um. Man habe sich gegen die Verleihung entschieden, nachdem dieser einen Journalisten nach der Niederlage bei Borussia Dortmund körperlich attackiert habe. Glück für Werder Bremens Stürmer Claudio Pizarro, der nun eine Auszeichnung abholen konnte.

Mit den Rehkitz-Trophäen ehrt Burda jedes Jahr nationale und internationale Stars. Wie üblich standen einige Preisträger bereits vorab fest: etwa Rod Stewart in der Kategorie „Legende“. Stewart musste seine Teilnahme an der Gala aber kurzfristig absagen. Er hatte sich beim Fußballspielen am Fuß verletzt. Mark Forster und Dua Lipa wurden zu den besten Musikern gekürt, national und international. Luke Mockridge überzeugte die Jury als der beste Komiker.

Musiker Michael Schulte, der im Mai für Deutschland den vierten Platz beim Eurovision Song Contest geholt hatte, konnte sich Hoffnungen auf ein goldenes Reh machen. Am meisten freute sich der Sänger aus Buxtehude aber nicht auf die Weltstars – sondern auf seinen Kollegen und Trauzeugen Max Giesinger. „Wir sind beide so viel unterwegs zur Zeit, dass wir uns nur ganz selten sehen. Da freue ich mich am meisten drauf, Max nun zu sehen.“

Erst kurz vor der Gala wurde bekannt, dass auch Take That dabei sind, allerdings nur zu dritt, ohne Robbie Williams und Jason Orange. Hingucker vor der Bambi-Show waren die Internetstars Lisa und Lena im Partnerlook, Barbara Becker im goldenen Kleid und das schwangere Model Eva Padberg.

Ein Wiedersehen gab es mit Liselotte Pulver (89). Die Schweizer Schauspielerin wurde ab den 50er Jahren zum Star des deutschen Films und zum Fernsehliebling, ob in Billy Wilders Komödie «Eins, zwei, drei» oder als „Lilo“ in der „Sesamstraße“. Zum Bambi kam sie mit bequemen Schuhen und elegantem Abendanzug – und lachte in die Kamera. Pulver war schon anno 1964 beim Bambi gewesen. Auch damals hatte Sophia Loren zu den Gästen gezählt.

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(dpa)