Beleuchter verklagt Alec Baldwin wegen tödlichen Schusses am Set

Chefbeleuchter Serge Svetnoy hat gegen Schauspieler Alec Baldwin Klage eingereicht. Baldwin ist Mitproduzent des Films "Rust", bei dessen Dreharbeiten vor drei Wochen Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen Revolver getötet wurde.
US-Schauspieler Alec Baldwin
Foto: John Minchillo/AP/dpa

Wegen des tödlichen Zwischenfalls bei den Dreharbeiten zu dem Western „Rust“ hat der Chefbeleuchter des Films Klage gegen Schauspieler Alec Baldwin eingereicht. Serge Svetnoy erklärte am Mittwoch, er habe durch die Fahrlässigkeit am Set in New Mexiko schwere seelische Schäden erlitten, die ihn für immer verfolgen würden. Baldwin, der auch Produzent des Films war, hatte am 21. Oktober bei einer Probe mit einem Revolver gefeuert, wobei offenbar eine scharfe Patrone losging und die Kamerafrau Halyna Hutchins tötete.

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Die Kugel, die Hutchins tötete, habe ihn nur knapp verfehlt, erklärte Svetnoy in seiner Klage. Er habe ihren Kopf gehalten, als sie gestorben sei. „Sie hätten nie und nimmer scharfe Munition am Set haben dürfen“, sagte sein Anwalt Gary Dordick auf einer Pressekonferenz. Für Svetnoy und Hutchins war es bereits der neunte Film, an dem sie zusammen arbeiteten. „Sie war meine Freundin“, sagte er. Svetnoy fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

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In der Klage, die in Los Angeles eingereicht wurde, wurden fast zwei Dutzend Beklagte genannt, die mit dem Film in Verbindung stehen, darunter Baldwin, der sowohl Hauptdarsteller als auch Produzent war, ein Regieassistent, der Baldwin die Waffe übergab, und die Waffenmeisterin, die für die Waffen am Set zuständig war. Es war die erste bekannte Klage von möglicherweise mehreren weiteren, die auf die Schüsse vom 21. Oktober zurückgehen, bei denen auch der Regisseur von „Rust“, Joel Souza, verletzt wurde.

dpa