In den vergangenen Tagen hat Koch Attila Hildmann in zahlreichen Posts auf Social Media Verschwörungstheorien über die Corona-Krise kundgetan – nun wurde sein Laden unter anderem mit Kot beschmiert.

„Lieber Verschwörungstheoretiker als Meinungsfaschist“, das ist eine von vielen Äußerungen, mit denen Hildmann in den vergangenen Tagen auf Facebook, Instagram und der Messenger-App Telegram für Aufregung gesorgt. Besonders in letzterer ist der Koch sehr aktiv, in seiner Gruppe stellt er regelmäßig Verschwörungstheorien rund um die Corona-Krise auf.

Unter anderem versuchte er, möglichst viele Unterstützer zu mobilisieren, die mit ihm am Mittwoch vor dem Reichstag demonstrieren. Er bezeichnet das anstehende Infektionsschutzgesetz 2 als „Ermächtigungsgesetz“ und wittert, dass Menschen ohne Immunitätsnachweis ihre Grundrechte verlieren.

Corona-Verschwörungstheorien! Attila Hildmann sorgt auf Social Media für Aufregung

Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 400 Personen vor dem Reichstag. Hildmann wettert aber auch nach der Demo auf Social Media kräftig gegen Politiker wie Gesundheitsminister Jens Spahn sowie Microsoft-Gründer Bill Gates.

In zwei aktuellen Posts standen aber nicht neue Theorien im Mittelpunkt – stattdessen hat der Koch seinen 62.000 Followern auf Instagram berichtet, dass sein Ladenlokal in Berlin-Charlottenburg attackiert wurde:

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Auf Fotos hat er festgehalten, wie der Laden von außen beschmiert wurde – zu sehen sind Kot- und Eierspuren. Gerade an der Tür waren die Rückstände von Kot zu sehen. Nach Angaben von Hildmann wurde der Laden zudem auch aufgebrochen.

In einem rund dreiminütigen Video, das er auf Instagram mit dem Titel „Anschlag Attila Hildmann“ gepostet hat, geht er mit laufender Kamera durch seinen Laden. Dabei formuliert er weiterhin das, was auch in den vergangenen Tagen schon regelmäßig von ihm zu hören war: „Wir leben schon lange nicht mehr in einer Demokratie.“

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Seiner Meinung nach befindet sich Hildmann im Kampf „gegen korrupte Politiker, die Millionen Menschen bewusst geschadet haben“ und er beendet seine Tirade mit den Worten: „Einer muss es ja machen, einer muss ja seinen Mund aufmachen.“

„Der im wahrsten Sinne des Wortes ‚Shitstorm‘ war nach den Hetzereien und Verbreitung von Unwahrheiten wohl absehbar“, „Du verbreitest hier seit Tagen nichts als Hass, unterstellst anderen sie seinen Kinderschänder, Mörder und Satanisten und versuchst du dich als Opfer zu inszenieren“ und „Bitte hol dir Hilfe und das zeitnah“, diese Reaktionen findet man unter anderem unter dem Video.

So ergeht es einem anderen prominenten Koch in der Corona-Krise:

Wegen Corona-Krise: Tim Mälzer kämpft bei Markus Lanz mit den Tränen

Nur zwei Stunden später war der Groll auf den Angriff aber offenbar wieder verflogen. „Die Revolution beginnt HIER!“, schreibt Hildmann zu einem Bild, auf dem einige Männer vor seinem Laden zu sehen sind. Der Kommentar mit den meisten Likes unter dem Post: „Sie sind so exorbitant lächerlich, das kann sich kein Mensch mehr ausdenken.“

Erste Reaktionen auf Hildmanns Äußerungen in den vergangenen Tagen hat es unterdessen auch schon gegeben. Bei Kaufland und Vitalia sind die Produkte des gebürtigen Berliners nicht mehr erhältlich, auch der Safthersteller Voelkel hat die Zusammenarbeit mit Hildmann beendet.