Foto: TV Now
Foto: TV Now

Bastian Yotta ist der große Sieger von „Promis unter Palmen“. Als der TV-Sender SAT.1 am Mittwochabend zeigte, wie der 43-Jährige den kokosnussförmigen Siegerpokal und den Geldkoffer mit der Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro überreicht bekam, saßen mehr als drei Millionen Zuschauer vor den Fernsehgeräten.

Doch es ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Der Fall von Bastian Yotta, der eigentlich Bastian Gillmeier heißt, unterstreicht das auf eindrucksvolle Art und Weise. Denn nicht nur bei seinen Mitstreitern von „Promis unter Palmen“ machte er sich – spätestens wegen seiner fiesen Psycho-Attacken gegen Claudia Obert in Folge fünf – unbeliebt. Auch bei den Zuschauern hat er sich jeglichen Kredit, sofern dieser überhaupt vorhanden war, in den vergangenen Wochen verspielt.

Besagte Folge von „Promis unter Palmen“, in der gemobbt wurde, was das Zeug hielt, hat der Sender inzwischen aus seiner Mediathek entfernt. Was bleibt, ist ein durch und durch negativer Eindruck von Gewinner Bastian Yotta. Der Ruf, ein testosterongesteuertes und frauenverachtendes Arschloch zu sein, wird vermutlich noch lange nachhallen:

Anzeige nach Skandal-Video: Bastian Yotta droht ein Rechtsstreit

Einer weiteren Zusammenarbeit mit Bastian Yotta hatte „Sat.1“ schon vor Ausstrahlung der letzten beiden Folgen von „Promis unter Palmen“ eine Absage erteilt. Und offenbar meint es der Sender – im Gegensatz zu Konkurrent „RTL“, der den Muskelprotz am Mittwoch per Live-Schalte in die Talkshow „Marco Schreyl“ brachte – ernst.

Denn wenn es am kommenden Mittwoch um 22.20 Uhr bei „Promis unter Palmen – Die große Aussprache“ zum großen Wiedersehen der Kandidaten kommt, wird der Gewinner nicht dabei sein. Laut „Bild“-Informationen wurde er nicht einmal eingeladen. „SAT.1 distanziert sich grundsätzlich von allen gewaltverherrlichenden und sexistischen Aussagen. Weitere Produktionen mit Bastian Yotta sind nicht geplant“, sagte eine Sprecherin dem Blatt.

„Promis unter Palmen“: Bastian Yotta feiert sich ab – keiner feiert mit

Ebenfalls nicht mit von der Partie sein werde Roland Schill, der sich als Grabscher einen Namen machte. Er befinde sich derzeit in seiner Wahlheimat Brasilien und sollte eigentlich wenigstens zugeschaltet werden, verfüge allerdings nicht über ausreichend verlässliches Internet. Die restlichen Kandidaten – Matthias Mangiapane, Desirée Nick, Janine Pink, Claudia Obert, Carina Spack, Eva Benetatou, Tobias Wegener und Ennesto Monte – sollen aber allesamt teilnehmen.

Derweil ist offenbar schon jetzt klar, dass es im kommenden Jahr eine zweite Staffel von „Promis unter Palmen“ geben wird. „Aufgrund des großen Erfolgs wird ‚Promis unter Palmen‘ 2021 mit einer zweiten Staffel fortgesetzt“, bestätigte eine SAT.1-Sprecherin gegenüber „Bild“. Kein Wunder, schließlich lag der durchschnittliche Marktanteil in der Zielgruppe (14 bis 49 Jahre) bei starken 18,3 Prozent – in der Spitze wurden sogar 21,2 Prozent erreicht.

Wo die zweite Staffel allerdings abgedreht wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt mehr als unklar. Denn wegen der Corona-Krise scheint ein Dreh im Ausland – Staffel eins wurde auf der thailändischen Insel Phuket gedreht – zumindest derzeit unwahrscheinlich. Hoffen wir, dass sich die Lage bald wieder entspannt, denn eines ist trotz des Triumphs von Bastian Yotta klar: „Promis unter Palmen“ war ein voller Erfolg!