Sieben Staffeln lang spielte ER eine eher untergeordnete Rolle bei der Giganten-Serie „Game of Thrones“. Doch nun in den finalen Episoden entpuppt sich der Handwerker als Mitfavorit auf den Eisernen Thron, der am Ende Westeros regieren könnte. Wir nehmen den unscheinbaren Bastard genauer unter die Lupe.

ACHTUNG: DIESER TEXT ENTHÄLT SPOILER! Wenn ihr keine Informationen zur achten und finalen Staffel von Game of Thrones erfahren wollt, lest auf keinen Fall weiter!

„Ich hämmere seit zehn Jahren auf einen Amboss. Wenn ich den Stahl schlage, singt er. Singst du auch, wenn ich dich schlage?“ – mit diesen Worte eilte Gendry einst Arya Stark zur Hilfe, als diese von einigen Jungs belästigt wurde. Der Jüngling ist einer der vielen Bastarde des mittlerweile toten Königs Robert Baratheon und hat lange Zeit niemanden geschlagen – außer seinen heiß geliebten Stahl in der Hauptstadt Königsmund. Das liegt auch daran, dass er sich seiner Abstammung zunächst einmal nicht bewusst ist.

Gendrys Werdegang

Feinde seines umtriebigen Vaters ermordeten der Reihe nach seine Brüder. Nur mit viel Glück und der Tarnung seiner Herkunft entkam er diesem Schicksal. In den ersten beiden Staffeln von „GoT“ spielt Gendry eine kleine Nebenrolle als Lehrling des Waffenschmieds Tobho Mott. Trotz nur weniger Szenen wird schnell klar, dass Gendry nicht nur ein großes Talent für Waffen besitzt, sondern auch einer der wenigen gutmütigen Charaktere der Serie ist. In Staffel eins endet Gendrys Auftritt auf dem Weg nach Norden mit dem Ziel Nachtwache.

Dort kommt er in Staffel zwei nicht an, denn die Stadtwache sucht im Auftrag von Königin Cersei Lennister weiter nach dem verbliebenen Bastard von König Baratheon. Sie spüren Gendry, der in Begleitung von Arya ist, auf und nehmen ihn gefangen. Erneut hilft ihm das Glück, so dass er der Folter entgeht und stattdessen zur Arbeit in der Burgschmiede eingeteilt wird. Von dort flieht er später und schließt sich der Bruderschaft ohne Banner an.

Gendry gerät in Staffel 3 erneut in Gefangenschaft, doch auch da gelingt ihm die Flucht, diesmal mit einem Boot aufs offene Meer. Seine Wiederkehr erleben die GoT-Fans erst in Staffel 7. Der Schmied, gespielt von Joe Dempsie, ist zurück in Königsmund und diesmal bewaffnet – mit einem imposanten Kriegshammer, wie ihn sein Vater benutzt hatte. Wenig später beweist er, dass er damit umzugehen weiß und tötet erstmals. Sein Weg kreuzt sich schließlich mit Jon Schnee, als er endgültig in eine Hauptrolle schlüpft. Zusammen reisen sie nach Ostwacht und hinter die Mauer. Dort überleben sie die Begegnung mit Wiedergängern und einem Weißen Wanderer. Gendry schafft es am Ende zurück und überbringt via Rabe die Nachricht an Daenerys, dass die Untoten im Anmarsch auf Westeros sind.

Gendry baut Spezial-Speer und hat Sex mit Arya

Und nun, in Staffel 8, ist Gendry mit seinem königlichen Blut mitten drin im Geschehen. Auf Burg Winterfell verarbeitet er Drachenglas zu Waffen für die Armee des Hauses Stark. Die Vorbereitungen auf die große Schlacht sind im vollen Gange. Gendry fertigt nicht eine Axt für Sandor Clegane an, sondern auch einen zweiteiligen Speer aus Drachenglas für Arya. Damit tötet diese unzähölige Wiederkehrer in der Schlacht in Winterfell. Vorher besucht sie Gendry aber noch in dessen Unterkunft und schläft mit ihm.

Die Glücksgefühle nehmen für Gendry kein Ende, denn er überlebt anschließend die große Schlacht und zählt seitdem für die Experten neben Jon Schnee, Daenerys, Bran, Sansa oder Arya zu den Favoriten auf den Eisernen Thron. Er ist immerhin der verbliebene Sohn des letzten Königs Baratheon – und könnte somit Ansprüche auf Cerseis Thron anmelden. Wären da nicht Jon Schnee, der eigentlich ja gar kein Bastard, sondern ein Targaryen, ist und dessen Tante Daenerys.

Und seine Liebesbeziehung zu Arya würde König Roberts Pläne aus der ersten Staffel endlich zur Realität werden lassen. Dieser hatte Aryas mittlerweile verstorbenen Vater Ned Stark gesagt, dass er einen Sohn und Ned eine Tochter habe, die die beiden Häuser vereinen werden. Damals hatte Robert jedoch Sansa Stark, Aryas ältere Schwester, und seinen vermeintlichen Sohn Joffrey, der eigentlich von Cersei und Jaime gezeugt wurde, im Sinn. Aus dieser Verbindung wurde bekanntlich nichts. Und der sadistische Joffrey ist längst Geschichte. Und Gendry ist mittlerweile sogar der Topfavorit bei den Buchmachern.

Nach Folge drei der finalen Staffel gibt es tatsächlich die geringste Quote für Gendry, der im Zusammenspiel mit Killerin Arya auch gute Chancen haben sollte, bis zum Ende zu überleben. Und wer weiß, vielleicht reicht es sogar für den Platz auf dem Eisernen Thron. Wer sagt schon, dass Jon und Dany überleben? 

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