Foto: lev radin/Shutterstock.com
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Game of Thrones ist dafür bekannt, dass Hauptcharaktere völlig unerwartet sterben oder die Handlung eine entscheidende Wendung nimmt. Über das Ende der dritten Episode der achten Staffel waren aber nicht nur die Serien-Fans, sondern auch Schauspielerin Maisie Williams überrascht – und das nicht unbedingt im positiven Sinne.

ACHTUNG: DIESER TEXT ENTHÄLT SPOILER! Wenn ihr keine Informationen zur dritten Folge der achten Staffel von Game of Thrones erfahren wollt, lest auf keinen Fall weiter!

Die lange Nacht“ von Winterfell wird vielen Zuschauern vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Nicht nur, weil die bis dahin größte Schlacht der TV-Geschichte herausragend inszeniert wurde und wir uns von einigen Hauptfiguren verabschieden mussten. Nein, vielmehr, weil es Arya Stark gelungen ist, den Nachtkönig mit einem Dolch aus Valyrischem Stahl zu töten und somit die Armee der Weißen Wanderer und Untoten zu besiegen.

Ein Szenario, mit dem viele – wenn überhaupt – erst in der letzten Folge gerechnet hatten. Und außerdem: Hätte es nicht Jon Schnee sein müssen, der den Nachtkönig ein für allemal eliminiert? Davon ist zumindest auch Jon-Schnee-Darsteller Kit Harington ausgegangen. „Ich war überrascht. Ich dachte, ich würde es sein“, sagte er dem US-Magazin „Entertainment Weekly„.

Stattdessen war es nun also die Figur von Maisie Williams, die dem so unbesiegbar scheinenden Nachtkönig den Todesstoß verpasste. Ein Plot-Twist, von dem die Schauspielerin selbst lange Zeit nichts wusste. „Ich kam zur Arbeit und alle redeten über die dritte Episode“, sagte sie dem Magazin. Allerdings habe ihr niemand verraten wollen, was genau in dieser Folge passieren wird. Erst als die Dreharbeiten das Ende der Folge erreichten, wurde ihr klar, dass sie es ist, die den Nachtkönig töten wird.

„Es war so unglaublich spannend“, so Williams, „aber ich dachte sofort daran, dass es alle hassen werden, dass Arya es nicht verdiene.“ Der Grund für ihre Sorge: „Das Schwierigste in jeder Serie ist es, Gegner aufzubauen, die scheinbar unmöglich zu besiegen sind und dann besiegst du sie.“ Es müsse daher klug gemacht werden, da die Fans sonst denken könnten „Gut, der Gegner kann offenbar doch nicht so unbesiegbar sein, wenn er von einem 50-Kilo-Mädchen erstochen wird.“

Erst im Nachhinein sei ihr dann klar geworden, dass ihre Rolle als potenzieller „Königsmörder“ schon in der dritten Staffel ihren Anfang nahm. Damals wurde Arya von der „Roten Priesterin“ Melisandre prophezeit, dass sie viele Augen für immer schließen werde. Braune Augen, grüne Augen, aber eben auch blaue Augen wie die des Nachtkönigs. Dass sein Tod nun in nur wenigen Sekunden abgehandelt wurde, sei nicht zu erwarten gewesen, aber genau das mache Game of Thrones eben aus.

Dass es Arya ist, die den Nachtkönig tötet, gebe ihrer Entwicklung zur Kämpferin zudem einen Sinn und ein Ziel, erklärte Harington. „Ich mag es.“ Dennoch könne er verstehen, wenn damit nicht alle zufrieden sind. „Ich glaube einige Zuschauer werden frustriert sein, weil es nicht zu einem epischen Kampf zwischen Jon und dem Nachtkönig gekommen ist.“ Aber es gehe bei Game of Thrones eben auch darum, mit dem Erwartbaren und Unerwartbaren zu spielen.

Wir dürfen also gespannt sein, was uns die Macher von Game of Thrones in den noch verbleibenden drei Folgen auftischen werden.

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