Foto: Screenshot/HBO
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Es ist vorbei! Die achte und letzte Staffel der Mega-Serie „Game of Thrones“ ist in den frühen Morgenstunden des Montags mit Folge sechs zu Ende gegangen. Jetzt wissen Fans aus aller Welt, wie die Geschichte um den Eisernen Thron endet.

Wie war die Folge? Was habt ihr verpasst? Wir beantworten alle wichtigen Fragen zu Game of Thrones.

+++ ACHTUNG: DIESER TEXT ENTHÄLT SPOILER! Wenn ihr keine Informationen zur sechsten und letzten Folge der achten Staffel von Game of Thrones erfahren wollt, lest auf keinen Fall weiter! +++

Was haben wir erwartet?

Das Netz hat sich zusammengezogen, allzu viele Möglichkeiten für das Finale sind nicht geblieben. Und da die Zeit drängt, glaubten wir auch nicht mehr an eine dramatische Wendung. Somit waren wir uns ziemlich sicher, dass Daenerys‘ Schreckensherrschaft seine Fortsetzung findet. Viele Verbündete sind ihr nach der Abschlachtung und Zerstörung von Königsmund samt Bergfried eh nicht geblieben. Jon würde ein letztes Mal versuchen, seine große Liebe von einer Regentschaft der Angst abzuhalten. Doch die Königin würde anderes im Sinn haben. Und so führt am „bittersüßen Ende“ kein Weg vorbei, Jon würde die langhaarige Blonde töten.

König würde Jon aber nicht werden, wir glaubten fest an seine Rückkehr in den Norden, um wieder Lord-Kommandant der Nachtwache zu sein. Sansa würde den Norden regieren und Arya haben wir auf einem eigenen, unbekannten Weg gesehen.

Bliebe also noch die Frage: Wer würde nach dem Tod von Daenerys auf dem Eisernen Thron sitzen? Wir glaubten, dass darüber abgestimmt wird. Allzu viele Kandidaten blieben ohnehin nicht mehr übrig. So wäre Tyrion ein Kandidat gewesen, da er klug genug ist. Doch er müsste dafür erstmal den Plänen von Daenerys entkommen. Immerhin hatte er sie verraten. Tja, und dann bliebe noch Bran, der eigentlich kein Mensch mehr ist. Oder eben Gendry. Und, so viel sei an dieser Stelle schon verraten, ganz falsch lagen wir damit nicht.

Lest hier nochmal ausführlich die Prognose zur sechsten Episode der achten Staffel bei Game of Thrones.

Was ist in der sechsten Folge passiert?

Die Folge beginnt mit Tyrion, der mit ernster Miene, umgeben von Asche-Flocken, Trümmern und Leichen durch Königsmund schlurft. Jon und Davos begleiten ihn auf dem Weg Richtung Bergfried. Sie treffen auf Grauer Wurm und einen Teil der Unbefleckten, die gerade dabei sind, verbliebene Cersei-Getreue hinzurichten. Jon will ihn stoppen, doch Grauer Wurm hat seine Befehle. Welche und von wem, will Jon wissen. „Töte alle, die Cersei folgen“ und „von meiner Königin“, antwortet der Krieger und schneidet den knienden Cersei-Kämpfern der Reihe nach die Kehle durch. In der nächsten Szene ist es erneut Tyrion, der langsam durch die Katakomben geht. Er sucht nach seinem Bruder und geht durch den Gang tief unter dem Bergfried, durch den dieser mit Cersei fliehen sollte. Schnell erkennt er, dass es ein aussichtsloses Unterfangen gewesen sein muss und erblickt schließlich unter eingestürzten Mauersteinen die goldene Prothese für die einst abgeschlagene Hand seines Bruders. Nachdem Tyrion unter Tränen einige Steine zur Seite geräumt hat, sieht man Cersei und Jaime. Sie haben es wie vermutet nicht geschafft.

Draußen vor den Stadttoren haben sich derweil die verbliebenen Armeen der Dothraki und Unbefleckten versammelt. Arya und Jon bahnen sich ihren Weg hindurch, um einen besseren Blick für die Szenerie zu bekommen. Plötzlich brandet Jubel auf, als Drogon heranrauscht. Der einzig verbliebene Drache der Königin bildet die Vorhut für Daenerys, die am oberen Ende einer imposanten Treppe die Bühne betritt. Die Siegesrede steht an und die Königin ernennt Grauer Wurm zum Oberbefehlshaber aller Streitkräfte. Jon guckt traurig zu und sein Blick verfinstert sich, als Daenerys klar macht: „Der Krieg ist noch nicht beendet!“ Die Königin hat wenig überraschend einen Plan mitgebracht. Sie will alle befreien, nicht nur in Westeros, sondern auch darüber hinaus: „Von Winterfell bis Dorne.“ Jon zuckt zusammen. Ihm dürfte klar sein, dass dies nichts Gutes bedeutet. Auch Tyrion und Arya steht die Angst ins Gesicht geschrieben. Endlich ist Tyrion bei Daenerys angekommen. Die Königin wirft ihrer Hand Verrat vor. Der Lennister zieht das zugehörige Abzeichen aus seiner Kleidung und wirft es theatralisch die Treppe hinunter. Daenerys lässt ihren einst wichtigen Berater abführen.

Für Jon, der nur blass daneben steht, hat Daenerys keine Worte übrig. Plötzlich steht Arya neben ihrem Bruder und macht ihm klar, dass er eine Bedrohung für die Königin ist. Doch Jon sagt bloß: „Sie ist unser aller Königin.“ Jon stattet dem gefangenen Tyrion den vermeintlich letzten Besuch ab. „Als Gefangener bleibt man nicht lang am Leben“, sagt der Gnom und übt sich in Selbstkritik. „Varys hatte Recht“, betont Tyrion und spielt auf dessen Verrat an. der Eunuch hatte die Pläne von Daenerys Schreckensherrschaft durchschaut, aber Tyrion wollte ihn damals nicht bei Gegenmaßnahmen unterstützen. Jon hat derweil keine Lust sich zu rechtfertigen und will Daenerys treu bleiben. Doch Tyrion lässt nicht locker. Unentwegt redet er auf den rechtmäßigen Thronerben ein und fragt: „Hättet ihr die Stadt niedergebrannt?“

Noch immer fühlt sich Jon seiner Geliebten verbunden – bis Tyrion die ganz harten Geschütze auffährt. Er beschreibt die vielen Taten von Daenerys, die stets „böse Menschen“ getötet habe und erklärt damit seinen Glauben an die Königin. Er gesteht, dass auch er sie geliebt habe, nur weniger erfolgreich als Jon. Doch dann stellt Tyrion fest: „Die Liebe ist mächtiger als die Vernunft.“ Jon ergänzt: „Die Liebe ist der Tod der Pflicht.“ Und dann spricht Tyrion seine große Forderung aus: „Manchmal ist die Pflicht der Tod der Liebe.“ Jon soll sein große Liebe töten. Doch der spricht Daenerys einmal mehr die Treue aus: „Sie ist die Königin!“ Tyrion wagt einen letzten Überzeugungsversuch, er weist auf Jons Schwestern hin, die Daenerys Plan nicht überleben würden. Jetzt wird Jon klar, was er zu tun hat. Jon macht sich auf den Weg, doch vor dem Tor zu Daenerys Gemächern erhebt sich aus einem Asche-Haufen beeindruckend der Drache. Jon bleibt ruhig, als sich Drogon aufplustert und mit seiner Nase sehr nah an Jon heranrückt. Die beiden beschnuppern sich und letztlich lässt Drogon den Targaryen passieren.

Daenerys steht vor dem Eisernen Thron. Der Mad Queen ist die Genugtuung anzusehen und bei genauerem Hinsehen erkennt man nun Teile der Szene, die bereits in früheren Staffeln in den Visionen von Bran und Daenerys zu sehen war. Als Jon hinzukommt, wird es ernst. Jon macht ihr Vorwürfe, Kinder und Frauen grundlos abgefackelt zu haben, doch die Königin ist sich keiner Schuld bewusst. Jon fordert Gnade: „Bitte, Dany.“ Doch sie träumt von einer „guten Welt“, die sie mit Jon aufbauen möchte. „Steh an meiner Seite!“ Jon spielt mit und betont ein letztes Mal: „Du bist meine Königin. Jetzt und für immer.“ Er küsst sie innig, aber nur kurz. Denn sekundenbruchteile später sticht er Daenerys mit einem Dolch ab. Die Blonde mit den vielen Zöpfen reißt die Augen auf und sackt zusammen. Sie stirbt in Jons Armen. Das „bittersüße Ende“, das Autor George R.R. Martin angekündigt hatte.

Die Heldentat ruft Drogon auf den Plan, dessen Schnauben nun zu hören ist. Der Drache kommt angeflogen, guckt sich das Drama aus der Nähe an und knurrt. Er scheint doch ein wenig böse zu sein, dass Jon seine Mama getötet hat. Der Drache bäumt sich auf und Jons Ende scheint besiegelt, doch der Feuer-Strahl trifft nicht Jon, sondern den Eisernen Thron. Der Stuhl aus Tausend Schwertern schmilzt dahin und Jon schaut verdutzt zu. Jetzt ist wirklich nicht mehr viel übrig von Königsmund. Dann nimmt Drogon Daenerys‘ Leiche mit seiner Klaue auf und fliegt davon. Wohin, bleibt offen. Das Bild wird schwarz.

Nach einem kurzen Zeitsprung holt Grauer Wurm mit einigen Gefolgsleuten Tyrion ab und geht zu einer Art Vollversammlung. Dort sitzen im Halbkreis eine Reihe von bekannten Gesichtern, unter anderem Arya, Bran und Sansa, aber auch Gendry, Sam, Davos, Brienne und einige Lords. Die großen Fragen: Wie geht es weiter? Und wer soll herrschen? Grauer Wurm hat da seine eigene Meinung, er will Jons Kopf und vor allem will er Tyrion den Mund verbieten. Doch der Gnom ist einmal mehr clever und setzt sich geschickt in Szene. Sein Vorschlag zum Thema König: „Erwählt jemanden!“. Er selbst will es nicht sein und schlägt deshalb Bran vor.

„Was vereint die Menschen?“, fragt Tyrion. „Geschichten! Und wer hat die beste Geschichte?“ Allen ist nun klar, Bran, der Gebrochene, hat sie. „Der dreiäugige Rabe ist unser Gedächtnis“, betont Tyrion mit Blick auf alles, was in und um Westeros passiert sei. Sansa liefert Gegenargumente: „Bran hat kein Interesse und kann keine Söhne zeugen.“ Für Tyrion ein gefundenes Fressen, denn Söhne von Herrschern seien mitunter nicht geeignet, wie die Geschichte gezeigt hätte und somit sei das ganz gut mit Bran. Tyrion schließt seine Rede mit den Worten: „Herrscher sollen von heute an nicht mehr geboren, sondern gewählt werden.“ Die Versammlung entscheidet sich für Bran, der die Frage, ob er die Wahl annimmt, schnell beantwortet: „Hätte ich sonst den ganzen Weg auf mich genommen?“

Sansa beansprucht dennoch den Norden für sich und fordert, dass dieser ein unabhängiges Königsreich bleibe. So soll es sein. Bran vollzieht derweil seine erste Amtshandlung und ernennte Tyrion, der immer noch Ketten trägt, zu seiner Hand. Der will nicht, doch Bran erklärt, dass Tyrion seine Fehler auf der Vergangenheit für den Rest seines Lebens beheben solle. Tyrion überbringt Jon die Nachricht, dass Bran ihn zum Lord-Kommandanten der Nachtwache gemacht hat und dass er zur Mauer zurückkehren soll. Jon willigt mit dem schlechtem Gewissen eins Königinnen-Mörders ein und es beginnt die Zeit der Verabschiedungen. Grauer Wurm segelt zur Insel Naath. Arya verlässt Westeros und fährt ebenfalls mit einem Schiff „dahin, wo die Karten aufhören“. Für Sansa geht’s zurück nach Winterfell, während Jon das Knie vor Bran beugt und sich gen Nachtwache verabschiedet. Der König hat zwar nun keinen Thron mehr, aber einen Rollstuhl. Brienne liest in Jaimes Biographie und vollendet diese höchstpersönlich: „Er starb, als er seine Königin beschützte.“ Tyrion ordnet derweil die Stühle für den neuen Rat des Königs mit Bron, Davos, Sam und Brienne. In einer Art Comedy-Veranstaltung wird über Bordelle und Flotten diskutiert. Im Rat haben sich jetzt alle lieb und planen den Neuaufbau von Westeros. Bran kommt hinzu und verkündet lapidar, den Drachen suchen zu wollen. 

Die Schlussszene zeigt ein letztes Mal die Mauer – samt Loch, der einzigen Hinterlassenschaft des Nachtkönigs. Überraschend wartet dort noch Tormund, der eigentlich längst weg sein sollte. Und weil es nicht kitschig genug ist, steht da natürlich auch noch Jons Schattenwolf Geist, der sein Herrchen freudig begrüßt. Jetzt wechseln die Bilder im Sekundentakt und zeigen nochmals die Starks. Arya segelt ins Nirgendwo, Sansa bekommt die Krone für den Norden aufgesetzt und Jon durchquert mit seinen Freunden und reichlich Wildlingen die Mauer. Das Tor schließt sich und die Titelmelodie beendet die Serie „Game of Thrones“.

Was hat uns überrascht?

Jon killt Daenerys. dieses „bittersüße Ende“ der Geschichte hatte sich schon länger angedeutet, jetzt ist es wirklich passiert. Doch was uns etwas überrascht hat, war die Reaktion Drogons. Wie würde der letzte verbliebende Drache auf den Tod der Drachenmutter reagieren? Drogon hatte schon immer menschliche Gefühle gezeigt, diese wurden von Staffel zu Staffel immer deutlicher. So tröstete Drogon seine Mutter, als die auf dem Schlachtfeld von Winterfell um ihren treuen Diener Jorah trauerte, der im Kampf gegen die Untoten sein Leben ließ. Und was löst der Tod der Mutter in dem Drachen aus? Wut, Trauer, ganz normale, menschliche Gefühle also.

Da Drogon aber am Ende des Tages doch ein Drache ist, weint er nicht, tritt nicht gegen einen Schrank und schlägt nicht gegen eine Wand. Er tut das, was ein Drache eben tun muss. Er speit Feuer. Jon steht dabei vor ihm, wird aber vom Drachen verschont. Der Drache zerstört stattdessen den Eisernen Thron. Hat Drogon etwa registriert, dass es der Thron war, der Daenerys irre werden ließ? Jedenfalls lässt der Drache Jon leben, schnappt sich stattdessen die Leiche seiner Mutter und fliegt in Richtung Westen. Wohin genau, das bleibt unklar.

An welche Szene wird man sich erinnern und warum?

Jon tötet Daenerys. Wenn das nicht DIE Szene der Folge ist, wissen wir auch nicht weiter! Jon ersticht seine große Liebe Daenerys und befreit damit die Welt von der irren Drachenmutter. Das muss dieses „bittersüße Ende“ gewesen sein, von dem Macher George R. R. Martin immer sprach. Kein Happy End für Jon und seine Königin. Damit kommen wir klar, es wäre auch zu offensichtlich gewesen. Was uns an der Szene stört: Der Mord passiert überraschend und ist dennoch total vorhersehbar. Hollywood halt. Schade irgendwie. Und irgendwie wirkt alles sehr gehetzt. Wie so vieles in der achten Staffel. Eine Szene vor seinem Mord an der Königin, die gleichzeitig seine Tante ist, muss Tyrion Jon noch davon überzeugen, dass dies der einzig richtige Schritt ist. In der nächsten Szene sucht Jon Daenerys auf, küsst sie theatralisch und sagt ihr: „Du bist meine Königin. Jetzt und für immer.“ Dann sticht er zu. Die Szene ist wichtig für die Serie, aber sie überzeugt nicht vollends. Es bleibt das Gefühl, dass hier das Ende der Serie jetzt schnell eingeläutet werden muss, schließlich läuft den Machern die Zeit davon. Das nervt.

Welche wichtigen Figuren sind gestorben?

Die Königin hat’s erwischt! Daenerys ist tot. Erstochen von Jon, ihrem eigenen Neffen und Liebhaber. Dabei hatte die Drachenmutter seit Beginn der Serie nur eine Mission: Die Welt von Tyrannen zu befreien. Spätestens seit der völligen Zerstörung von Königsmund und dem Tod tausender unschuldiger Bürger war jedoch klar, dass sie selbst zu einer Herrscherin der Angst geworden ist, die auf ihrem Weg zu einer neuen Welt mehr Tote hinterlassen hat als jeder andere Herrscher zuvor. Selbst von Jon, ihrer großen Liebe, wollte sie sich nicht überzeugen lassen, dass Barmherzigkeit ein guter Rat sein kann.

Wen haben wir vermisst?

Niemanden. Im Gegenteil: Es tauchte sogar jemand auf, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Geist ist wieder da! Jons Schattenwolf ist in der finalen Episode wieder an dessen Seite. Ob die Macher den Shitstorm einkalkuliert hatten, als Jon seinen Schattenwolf in den Norden geschickt hatte, ohne sich von ihm zu verabschieden? Jetzt kommt es jedenfalls zum emotionalen Wiedersehen zwischen den beiden und diesmal nimmt Jon dem mittlerweile nur noch einohrigen Geist auch in den Arm – und besänftigt damit zumindest die Tierfreunde unter den „Game-of-Thrones“-Fans. Irgendjemand muss ja glücklich gemacht werden mit dem Serienende.

Was war das beste Zitat der Folge?

„Die Liebe ist der Tod der Pflicht“ – „Manchmal ist die Pflicht der Tod der Liebe“. Es sind die wohl entscheidenden Sätze der finalen Folge. Gesprochen werden sie von Jon und Tyrion, nachdem Daenerys Tyrion zu ihrem Gefangenen gemacht hat. Jon besucht den Lennister und versucht gar nicht erst das Handeln seiner Königin zu rechtfertigen. Tyrion aber macht deutlich, dass es keine kluge Idee wäre, einer solchen Königin zu folgen. „Ihre ganze Natur ist Feuer und Blut“, sagt er. Aber, die Liebe sei nun mal viel mächtiger als die Vernunft.

„Die Liebe ist der Tod der Pflicht“, entgegnet Jon daraufhin und Tyrion traut seinen Ohren kaum. „Was habt ihr gesagt?“, fragt er nach. Und Jon wiederholt: „Die Liebe ist der Tod der Pflicht.“ Ein Satz, den einmal Maester Aemon in der Nachtwache zu ihm gesagt habe. Und Tyrion führt daraufhin fort: „Manchmal ist die Pflicht der Tod der Liebe.“ Ein Satz, der Jon klar machen soll, dass er für die Erfüllung seiner Pflicht, Daenerys töten müsse. Doch erst als Tyrion Sansa und Arya ins Spiel bringt und Jon fragt, ob sie bereit sein werden, ihr Knie für Daenerys zu beugen, scheint Jon klar zu werden, welche Pflicht Tyrion ihm aufbürdet. „Es liegt in eurer Hand und ihr müsst euch schnell entscheiden.“

Wer ist der Star der Episode?

Tyrion! Im großen Finale war es der kleine Gnom, der alle Fäden in der Hand hielt. Erst stellte er sich Daenerys, dann machte er Jon klar, dass er Daenerys töten muss und zum Schluss war er es, der die verbliebenen Lords davon überzeugen konnte, Brandon Stark als neuen König der sieben Königslande zu benennen. Kurz gesagt: Besser hätte es für ihn nicht laufen können. Und weil es für Tyrion gerade so gut lief, wurde er von Bran zu seiner Hand ernannt. Auch wenn Bran dies eher als Strafe sieht, damit Tyrion all seine Fehler aus der Vergangenheit in der Zukunft wieder gut machen kann, sind wir uns ziemlich sicher: dem Lennister gefällt das.

Wer sitzt auf dem Eisernen Thron?

Surprise, surprise! Es gibt gar keinen keinen Eisernen Thron mehr! Drache Drogon zerstört das Ding als er die tote Daenerys vor Jon liegen sieht in einem Anfall von Wut und Weitsicht. War es etwa der Thron, der die Menschen böse werden ließ? Hat „Game-of-Thrones“-Macher George R. R. Martin sich auch hier bei „Herr der Ringe“ bedient? Der Thron ist jedenfalls im Drachenfeuer geschmolzen. Einen König gibt es zwar, aber der muss sich in Zukunft nach einem anderen Thron umschauen. Praktisch, dass Bran Stark jetzt neuer König der Sieben Königslande ist. Denn „Bran, der Gebrochene“, wie Tyrion Lennister ihn nennt, sitzt ohnehin im Rollstuhl. So erspart man sich das Szenario, dass ihn jedes Mal jemand auf den Thron tragen muss.

Wie geht es weiter?

Es ist vorbei. Alles ist vorbei. Jetzt dürfen Fans über das Ende schimpfen. Und auf Erklärungen in den zahlreichen Prequels hoffen, die wohl in den kommenden Jahren gedreht werden. Die Online-Petition für eine neue finale Staffel dürfte – wie eigentlich jede Online-Petition – zu nichts führen. Eine Fortsetzung der Geschichte ist mit dem Ende zumindest nicht komplett ausgeschlossen, dürfte aber dennoch nicht fortgesetzt werden. Was sollte noch kommen? Aryas Abenteuer als Seefahrerin? Oder Jon Schnee, der mit den Wildlingen im Norden doch noch einen Nachkommen des besiegten Nachtkönigs findet? Nein, es ist vorbei…

Was passierte bislang in der 8. Staffel?

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