Foto: AFP/Bridget Bennett
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Wut und Trauer: Weit mehr als eine Million Zuschauer der Fantasy-Saga „Game of Thrones“ haben sich für eine Neufassung der letzten Staffel ausgesprochen.

Die vor zwei Wochen gestartete Aktion auf der Plattform change.org erhielt nach der Ausstrahlung des Finales am Sonntagabend (US-Zeit) noch einmal kräftig Zulauf an Unterstützern.

Am Mittwoch waren es nahezu 1,5 Millionen, die vom Produktionssender HBO einen Neudreh von Staffel 8 mit „kompetenten Drehbuchschreibern“ forderten. Die Autoren David Benioff und D.B. Weiss hatten seit Beginn der Ausstrahlung 2011 in der preisgekrönten Mega-Produktion federführend die Skripte verfasst.

Anhänger hatten bereits auf die vorletzte Folge tief enttäuscht im Internet reagiert. Sie kritisierten Charakterentwicklungen und Logiklücken in der Handlung. Auch die finale 73. Folge, „Der Eiserne Thron“, versöhnte Medienkritiker wie Fans weltweit nur bedingt.

HBO hat nicht bislang nicht auf die Petition reagiert – „Game of Thrones“-Stars hingegen schon. „Ich halte das für respektlos gegenüber der Crew, den Schreibern und den Machern, die über zehn Jahre unermüdlich gearbeitet haben – allein elf Monate Dreh für die letzte Staffel“, sagte Sophie Turner – als Sansa Stark einer der Hauptcharaktere – am Montag der „New York Times“.

Isaac Hempstead-Wright, der ihren Bruder Bran Stark spielte, nannte die Fan-Forderungen im „Hollywood Reporter“ absurd. „Es ist lächerlich, dass Leute glauben, sie können ein anderes Ende einfordern, weil sie es nicht mögen.“ Er nehme das persönlich, obwohl er das nicht sollte.

Seit der Ausstrahlung diskutierten Anhänger leidenschaftlich über Charaktere und Wendungen der Serie, tauschten sich über Theorien aus, befeuert auch durch die Literaturgrundlage „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin, der seine Romanreihe bislang aber nicht zu Ende geschrieben hat.

Ein wenig Hoffnung für geknickte Fans verbreitete Martin am Montag. Nach der Finale-Ausstrahlung ließ der 70-Jährige auf seiner Website durchblicken, dass seine Bücher etwas anders enden könnten. Und er fügte hinzu: „Wie wäre es damit: Ich werde es schreiben. Ihr lest es. Und dann kann sich jeder dazu seine Gedanken machen und sie im Internet darlegen.“

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(dpa)