Die letzte große Schlacht bahnt sich an. In der Hauptstadt Königsmund treffen die verbliebenen Kandidaten für den Eisernen Thron aufeinander. Hier erfahrt ihr, was in der fünften Episode der achten Staffel von Game of Thrones passiert ist. Wie war die Folge? Was habt ihr verpasst und wie geht es in Westeros weiter? Wir beantworten alle wichtigen Fragen zu Game of Thrones.

ACHTUNG: DIESER TEXT ENTHÄLT SPOILER! Wenn ihr keine Informationen zur fünften Folge der achten Staffel von Game of Thrones erfahren wollt, lest auf keinen Fall weiter!

Was haben wir erwartet?

Wir glaubten an eine weitere Schlacht – keine wirklich waghalsige These. Denn nicht nur, dass der komplette Spannungsbogen daraufhin deutete, es war im Trailer bereits zu erkennen, dass die Armeen bereitstanden und sich Daenerys‘ Angriff mit dem verbliebenen Drachen Drogon ankündigte. Der skeptische Blick von Euron gen Himmel ließ einen Überraschungsangriff auf dessen Flotte vermuten. Nochmal würde sich die Königin nicht von den Skorpionen, so werden die neuen XXL-Armbrüste genannt, überraschen lassen.

Derweil arbeitet Tyrion an der Taktik, um den Sieg über Cersei und die Goldene Kompanie davonzutragen. Sein scharfer Verstand sollte ein entscheidender Faktor werden.

Und dann wären dann noch Jaime Lennister, Arya Stark, und Sandor Clegane, die sich auf den Weg nach Königsmund begeben haben. Mit unterschiedlichen Zielen. Während Arya und Jaime es auf eine Begegnung mit Thron-Inhaberin Cersei abgesehen haben, dürfte Sandor auf ein Wiedersehen mit seinem Bruder erpicht sein, so dass es zum großen Kampf mit dem „Berg“ kommt.

Lest hier nochmal ausführlich unsere Prognose zur fünften Episode der achten Staffel bei Game of Thrones.

Was ist in der fünften Folge passiert?

Die Folge beginnt mit Varys, der einen Brief über Jons Abstammung und dessen Anrecht auf den Thron schreibt. Doch an wen? Das bleibt geheim, doch es riecht nach Verrat an Daenerys.

Dann sieht man Jon Schnee mit Varys. Varys spricht über die Targaryens und dass man sich erzähle, dass bei der Geburt eines Targaryen eine Münze über den Geisteszustand entscheide. Schließlich war Danerys’ Vater der Irre König. Varys meint, dass er sich bei Daenerys nicht sicher sei, wie die Münze gefallen sei, bei Jon indes schon. Er will Jon davon überzeugen, dass er der bessere König wäre, doch Jon will nichts davon wissen, bleibt loyal zu Dany: „Sie ist meine Königin.“

Tyrion hat das Gespräch besorgt aus der Distanz verfolgt. Er sucht das Gespräch mit Daenerys. Diese weiß Bescheid. Sie wurde verraten. Doch von wem? Sie überrascht Tyrion mit der Aussage, dass Jon sie verraten habe. Tyrion entgegnet lediglich: „Varys!“, doch Dany erklärt, warum Jon zumindest eine Teilschuld trage, da dieser – gegen ihren Rat – Sansa und Arya Stark in sein Geheimnnis eingeweiht hatte und damit die Kettenreaktion über Sansa zu Tyrion zu Varys ausgelöst habe. Daenerys durchschaut dabei auch Sansas falsches Spiel, das dürfte noch Ärger geben, denn Dany ist so gar nicht auf Versöhnung aus. Mit niemandem.

Varys verbrennt seinen Brief, zieht seine Ringe ab. Er ahnt, was kommen wird. Dann kommt Grauer Wurm und holt ihn mit bewaffneten Soldaten ab. Varys‘ Zeit läuft ab. Tyrion spricht noch einmal zu ihm: „Ich habe es ihr gesagt.“ Varys schaut ihn an und antwortet: „Ich hoffe, ich irre mich.“ Das sind seine letzten Worte, dann verurteilt Daenerys ihn zum Tode und spricht das Urteil: „Drakaris!“ Varys bekommt keine Gelegenheit mehr, sich zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Drogon verbrennt ihn. Jons Blick lässt erahnen, dass er das Urteil so nicht vollstreckt hätte. Und sein Blick offenbart erste Zweifel an seiner Königin Daenerys, die ihm zu grausam ist.

Jon und Daenerys unterhalten sich. Danerys macht ihm Vorwürfe, sagt ihm, dass er an Varys‘ Tod beteiligt sei: „Was habe ich gesagt, was passieren wird? Dich lieben die Menschen, mich fürchten sie nur!“ Jon erwidert: „Ich liebe dich. Du wirst immer meine Königin sein!“ Beide küssen sich. Dann sagt Daenerys: „Na schön, dann soll die Angst regieren!“ Gänsehaut!

In der nächsten Szene sind Daenerys, Tyrion und Grauer Wurm zu sehen. Es geht um die bevorstehende Schlacht. Tyrion will, dass Daenerys das Volk von Königsmund verschont, und macht deutlich, dass sich Cerseis Anhänger ergeben werden, wenn der Krieg verloren scheint. „Wenn die Stadt sich ergibt, läuten sie die Glocken und öffnen die Tore.“ Doch Daenerys zeigt sich nicht besonders gnädig gestimmt und weist ihn und seinen Rat ab. Tyrions Blick verrät, dass er Angst hat, dass Varys Recht hatte. Auch er zweifelt an Daenerys.

Dann kommt eine Überraschung. Eine große sogar! Daenerys teilt Tyrion mit, dass dessen Bruder Jaime festgenommen wurde, als er die Linien durchbrechen wollte. Und wir dachten, dass er nach Königsmund reitet, um seine Schwester Cersei zu töten. Da waren wir wohl mächtig auf dem Holzweg. Oder war alles nur ein Missverständnis? Jedenfalls droht sie Tyrion zum Abschluss des Gesprächs. Seine nächste Enttäuschung werde gleichzeitig auch seine letzte sein.

In Königsmund füllt sich derweil der Rote Bergfried weiter mit Zivilisten. Tyrion bitte Davos um einen Gefallen. Wir erfahren allerdings nicht sofort, was er vom ehemaligen Schmuggler will. Davos hat aber schon eine Vorahnung: „Es wird mir sicher nicht gefallen, oder?“ Arya und der Bluthund kommen in der Hauptstadt an. Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis die Schlacht beginnt.

Tyrion trifft Jaime im Gefängnis. Das war also der Gefallen, den ihm Davos erfüllen sollte. Die Lennister-Brüder unterhalten sich ein letztes Mal. Doch der Inhalt des Gesprächs überrascht erneut. Tyrion will Jaime befreien und verlangt von seinem Bruder im Gegenzug, dass dieser Cersei überredet, aufzugeben. Jaime hält derweil Cerseis Sieg nicht für unwahrscheinlich, aber Tyrion nimmt ihm jegliche Illusion. Er macht ihm jedoch ein Angebot. Und was für eines! Tyrion schlägt seinem Bruder vor, dass dieser gemeinsam mit Cersei fliehen soll. Wenn sie fliehen, soll Jaime die Glocken läuten lassen und die Tore öffnen. Das soll das Zeichen für die Kapitulation sein. Tyrion ahnt, dass Daenerys wenig erfreut sein wird, wenn sie erfährt, dass Tyrion seine Geschwister rettet. Er sagt Jaime, dass er sich opfern will. Für das Volk von Königsmund. Und für Jaime, dem er viel zu verdanken habe. Beide umarmen sich und nehmen Abschied.

In Königsmund bereitet sich die Menschen auf die Schlacht vor. Man sieht Jaime Lennister mit Kapuze in der Stadt, Euron Graufreud auf seinem Schiff, dann Arya und Sandor Clegane sowie die Goldene Kompanie. Tyrion weiht Jon in den Plan ein, sagt ihm: „Wenn die Glocken läuten, haben sie sich ergeben.“ Das Tor zum Bergfried wird geschlossen, Arya und der Bluthund schaffen es noch ins Innere, Jaime aber bleibt vor den Toren. Tyrions Plan scheint nicht aufzugehen, doch Jaime scheint noch einen anderen Weg zu kennen, nicht unrealistisch, schließlich lebte er lange in Königsmund.

Es herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Alle warten auf Daenerys und den Drogon. Euron blinzelt und schaut in den Himmel. Da erblickt er zwischen den Wolken einen Drachen. Es geht los! Daenerys rast im Sturzflug auf Euron und dessen Flotte zu – und fackelt die Flotte mühelos ab. Sie weicht mit Drogon den gegnerischen Pfeilen aus, diesmal ist die Drachenmutter auf die XXL-Armbrüste vorbereitet. Und sie ist gnadenlos, zerstört die ganze Flotte.

Die Goldene Kompanie steht vor dem Stadttor – und damit der Armee der verbliebenben Dothraki und Unbefleckten gegenüber. Auch hier herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Man spürt die Anspannung auf beiden Seiten. Doch dann kommt Daenerys! Sie brennt das Stadttor von innen nieder und tötet die Goldene Kompanie mit Drachenfeuer. Diese Überraschung ist gelungen. Harry Strickland, der Anführer der Goldenen Kompanie wird von Grauer Wurm aufgespießt. Die Schlacht beginnt, doch Spannung kommt hier keine auf. Die Dothraki metzeln in Königsmund alles nieder, den Rest erledigen Danerys und ihr Drache. Gandenlos fackelt sie Königsmund ab, viele Unschuldige sterben.

Cersei und ihr Berater Qyburn sind zu sehen. Cersei glaubt noch immer an den Sieg. „Wir brauchen nur einen guten Schuss“, sagt sie mit Blick auf Daenerys und Drogon. Qyburn ist da skeptischer, doch Cersei sagt: „Der Rote Bergfried ist noch nie gefallen.“ Keine Frage, Cersei ist verrückt. Daenerys landet mit ihrem Drachen, Cerseis Soldaten ergeben sich. Eine Ende des Krieges ist in Sicht. Plötzlich läuten die Glocken. Das Signal zur Aufgabe.

Daenerys, die von Tyrion auf Drachenstein über das Signal aufgeklärt wurde, will von einer Kapitulation des Gegners allerdings nichts wissen. In ihrem Gesicht sind Wut und Hass erkennbar. Sie fliegt in Richtung Bergfried – und Cersei. Und lässt Drogon weiter Feuer speien. Ob die Münze gefallen ist? Jedenfalls wirkt Daenerys mindestens so irre wie Cersei. Das sind ja schöne Aussichten…

Und da Daenerys munter weiter tötet, machen die Unbefleckten und Grauer Wurm auch weiter. Sie töten die Soldaten, die gerade ihre Waffen niedergelegt hatten. Grauer Wurm befindet sich im totalen Blutrausch. Er metzelt unzählige Lennister-Soldaten ab, scheint damit Missandeis Tod rächen zu wollen.

Jon missfällt das Vorgehen. Klar, Jon hält sich an die Genfer Konventionen, doch er kann das Handeln seiner Mitstreiter nicht stoppen. Daenerys legt Königsmund derweil komplett in Schutt und Asche. Auch Frauen und Kinder sterben in der Stadt. Jon realisiert das alles und will das nicht. Cersei sieht über Königsmund. Sie weint. Sie scheint ihre Niederlage zu realisieren. Plötzlich kommt es anderer Stelle zum Showdown: Euron wird an Land gespült und trifft dort auf Jaime. Das Duell der Cersei-Liebhaber! Es kommt zum Kampf! Euron verletzt Jaime dabei schwer, es sieht so aus, als würde er ihn töten, doch Jaime gelingt das Comeback. Er tötet Euron im Schwertkampf und macht sich blutend auf den Weg, Cersei zu retten. Euron bleibt sterbend zurück, fabuliert am Sterbebett: „Ich habe dich erwischt… Ich bin der Bezwinger von Jaime Lennister!“

Arya und der Hund sind bei Cersei angekommen. Der Hund fordert, dass Arya ihn nun alleine lassen soll. „Wenn du mir jetzt folgst, dann stirbst du hier“, sagt er seiner kleinen Begleiterin. Und die antwortet: „Sandor, ich danke dir“ – und bleibt tatsächlich zurück. Nicht gerade typisch für Arya, die Kriegerin, aber immerhin haben die beiden ihren Frieden ganz offiziell miteinander gefunden.

Sandor Clegane findet Cersei, Qyburn und den Berg, seinen Bruder Gregor Clegane. Und endlich passiert es. Der Augenblick, auf den die meisten Fans schon seit Staffeln warten: der Clegane-Bowl, endlich! Berg gegen Hund, die verhassten Brüder kämpfen gegeneinander. Die Begrüßung bleibt unterkühlt: „Hallo, großer Bruder!“, sagt Sandor. Beim Anblick seines Bruders verliert der von Qyburn zurück ins Leben geholte Zombie die Contenance. Und missachtet zum ersten Mal einen Befehl Cerseis! Der Clegane-Bowl ist halt größer! Cersei und Qyburn wollen ihn vom Kampf gegen den Hund abhalten, doch der Berg ist nicht aufzuhalten. Er tötet Qyburn. Cersei realisiert, dass sie hier nur stört und geht an den Brüdern vorbei.

Der Berg verliert im Kampf seinen Helm. Man sieht erstmals sein ganzes Gesicht. Und es ist kein schöner Anblick. Ein Mensch ist nur mit ganz viel Wohlwollen noch zu erkennen. Doch der Hund sagt nur: „Das bist eindeutig du. Das bist du schon immer gewesen.“ Im weiteren Kampf durchbohrt der Hund den Berg mit dem Schwert. Das war es dann wohl. Doch der Berg ist nicht so einfach zu töten. Er zieht das Schwert aus der Wunde. Einfach so. Das sieht nicht gut für den Hund aus. Der Berg würgt seinen Bruder, der ihn mehrmals ersticht. Doch nichts passiert! Der Berg zerdrückt die Augenhöhlen des Hundes. Eine Szene, die an den Kampf mit Oberyn Martell erinnert. In Folge dieses Kampfes wurde der Berg der Berg. Sandor rafft sich ein letztes Mal auf, stürzt sich auf seinen Zombie-Brüder und stürzt mit ihm die Mauer herunter in den Abgrund. Der Clegane-Bowl endet mit einem Unentschieden, aber Sandor ist irgendwie der moralische Sieger. Zumindest, wenn der Sturz seinen Bruder wirklich umgebracht hat, das wird nicht mehr gezeigt.

Cersei trifft Jaime. Sie weint. Aber diesmal vor Freude. Sie umarmen sich. Sie zeigt wieder Gefühle für ihren Geliebten, mit dem sie drei Kinder gezeugt hat und von dem sie aktuell wieder schwanger ist. Arya läuft durch Königsmund und sieht das ganze Drama: Tote, Verletzte, Kriegsszenen in Königsmund. Die Killerin des Nachtkönigs stolpert, wird fast totgetrampelt, aber von einer unbekannten Frau gerettet.

Die jüngste Stark wacht in der nächsten Szene blutverschmiert im Staub und voller Asche auf. Sie hustet. Dann stürzt ein Turm ein und droht sie zu begraben. Doch sie kann sich gerade noch retten. Dann verbrennt sie Daenerys mit ihrem Drachen um ein Haar. Arya hat alle Hände voll zu tun, am Leben zu bleiben.

Jaime und Cersei befinden sich derweil in den Gemäuern, suchen den geheimen Ausgang. Doch dieser ist verschüttet. Sie haben keine Chance mehr, sitzen in der Falle. Cersei verliert die Nerven: „Ich will, dass unser Baby lebt! Lass mich nicht sterben! Ich will noch nicht sterben! Nicht so!“ Immer wieder wiederholt sie diese Sätze. Doch Jaime weiß, dass beide sterben werden. Er beruhigt sie: „Sieh mich an! Nichts anderes spielt eine Rolle! nur du und ich!“ Sie umarmen sich ein letztes Mal, dann stürzt die Decke ein, das werden beide nicht überleben. Cersei stirbt in Jaimes Armen. Das hätte man nicht unbedingt erwartet. Und wenn, dann hatte man gedacht, dass er sie vorher töten werde.

In der letzten Szene sieht man Arya in den Trümmern der Stadt. Plötzlich steht ein weißes Pferd vor ihr. Sie steigt auf und reitet durch die brennende Stadt. Die Folge ist vorbei.

Was hat uns überrascht?

So einiges! Wir hatten ehrlicherweise nicht auf dem Schirm, dass Jaime immer noch Cersei liebt. Waaaaaas?!?!? All die schönen Theorien, dass Jaime seine Schwester tötet? Richtig, die sind für den Arsch! Der Königsmörder wird nicht noch einmal einen König töten. Schade eigentlich! Und es ist auch nur ein schwacher Trost, dass Euron sich kurzerhand selbst zum König ernennt – und dann tatsächlich von Jaime getötet wird.

Varys‘ Tod kam plötzlich. Der Verrat deutete sich in der vierten Folge an, doch die Enttarnung des Verräters erfolgte kurz und schmerzlos. Schon überraschend, dass der „Meister der Flüsterer“ so lange – und so viele Intrigen – überlebt hat, um dann in einer Hauruck-Aktion hingerichtet zu werden. Aber das Ende der Serie naht, da müssen bestimmte Handlungsstränge eben schneller vorangetrieben werden.

Dass Daenerys so viele Unschuldige in Königsmund tötet, überrascht auf den ersten Blick, doch vieles deutet darauf hin, dass die Drachenmutter tatsächlich ein wenig nach ihrem Vater, dem Irren König, kommt.

Ziemlich überraschend finden wir auch Arya Starks Verhalten. Eben noch gesichtslose und eiskalte (Nachtkönig)-Killerin und Retterin der Menschheit, wird Arya im Feuer-Inferno von Königsmund fast wieder zum ganz normalen Mädchen. Sie erinnert in der vorletzten Folge der finalen Staffel so ein bisschen an einen Schnelldurchlauf von Jon Schnee, droht x-mal zu sterben, kommt aber mit dem Leben davon und reitet am Ende durch die niedergebrannte Stadt.

An welche Szene wird man sich erinnern und warum?

„Hallo, großer Bruder“ – endlich trifft Sandor Clegane auf seinen gigantischen Verwandten Gregor. Dem Duell Bluthund gegen Berg haben die GoT-Fans lange entgegengefiebert. Gregor drückte Sandor einst in ein Feuer, wodurch dessen Gesichtshälfte bis ans Lebensende entstellt wurde. Seitdem sinnt der Hund auf Rache.

Die Zeit ist nun gekommen. Und obwohl der Kampf gegen den Riesen, dessen Gesicht bis zum heutigen Tag hinter der Maske verborgen blieb, aussichtslos erscheint, liefert Sandor einen unerbittlichen Fight, bei dem er selbst schwer verletzt wird. Immer wieder rammt er seinem Bruder sein Schwert und einen Dolch in diverse Körperteile, am Ende sogar quer durch den aufgequollenen Kopf, der nach dem Verlust der Maske zu erkennen ist.

Als er immer noch nicht sterben will, stürzt sich Sandor samt Bruder die Bergfried-Mauer hinunter.

Welche wichtigen Figuren sind gestorben?

Diesbezüglich war in Folge fünf einiges los. Neben der beinahe kompletten Bevölkerung, die in der Flammenhölle von Königsmund ihr Leben lässt, erwischt es gleich mehrere Hauptdarsteller. Zunächst einmal fackelt Drogon den Daenerys-Verräter Varys ab. Der Eunuch stirbt, weil er Jon auf dem Thron sehen wollte.

Harry Strickland, Generalhauptmann der Goldenen Kompanie, segnet ebenfalls das Zeitliche. Grauer Wurm erledigt dies gewohnt souverän mit seinem Speer.

Euron Graufreud war eigentlich schon abgeschrieben, nachdem Drogon seine Flotte zerstört hatte. Doch er taucht noch einmal aus dem Ozean auf und kämpft mit Jaime Lennister. Im Zweikampf unterschätzt er dessen Nehmerqualitäten und wird abgestochen, nachdem er bereits wie der sichere Sieger aussah.

Cerseis Hand Qyburn stirbt durch das Monster, das er selbst erschaffen hat. Einst rettet er Gregor Clegane das Leben. Dieser war vergiftet und wurde von Qyburn auf wundersame Weise am Leben gehalten. Der Berg wurde in der Folge zur wichtigsten Leibwache von Königsmund. Doch als er auf seinen Bruder trifft, interessiert ihn seine eigentliche Aufgabe nicht mehr sonderlich. Qyburn will ihn daran erinnern und befiehlt, Cersei gefälligst zu bewachen. Eine idiotische Aufforderung. Gregor stößt ihn wuchtig gegen eine Mauer, das unspektakuläre, aber knallharte Ende für Qyburn.

Stattdessen bestreitet der Berg einen abwechslungsreichen und blutigen Fight mit seinem Bruder Sandor. Die beiden sterben allerdings nicht an den unzähligen Durchbohrungen von Schwertern und Dolchen, sondern stürzen vom Bergfried in die Tiefe. Dort sterben sie wahrscheinlich in den Flammen, die Drogon hinterlassen hat. Doch eindeutig scheint das noch nicht geklärt. Genau so wenig wie der Tod von Jaime Lennister und Cersei, die sich in den Armen halten, als Flammen und herabstürzende Felsbrocken ihr Leben begraben.

Wen haben wir vermisst?

Niemanden! Dass Sansa und Bran wie Brienne auf Winterfell verweilen, stand vorher fest. Geist und Tormund haben sich bereits Richtung Norden verabschiedet. Und den Waffenschmied Gendry brauchte beim Kampf um die Hauptstadt vorerst auch niemand.

Was war das beste Zitat der Folg?

„Ich will, dass unser Baby lebt! Lass mich nicht sterben! Ich will noch nicht sterben! Nicht so!“, Cersei realisiert, dass sie sterben wird und gerät in Panik. Jaime beruhigt sie: „Sieh mich an! Nichts anderes spielt eine Rolle! Nur du und ich!“ Dann werden beide unter dem einstürzenden Gemäuer begraben. Wer hätte das gedacht? Gegen die sich liebenden Lennister-Geschwister verblassen ja sogar Shakespeares Romeo und Julia.

Wer ist der Star der Episode?

Für uns Harry Strickland. Ohne Scheiß, was wurde uns nicht alles über die Goldene Kompanie erzählt? Die beste Armee des Königreichs, 20.000 Soldaten, blablabla. Nur die Elefanten hatten die Schiffsreise nach Königsmund nicht angetreten, aber auch so sollte die Goldene Kompanie ihren Zweck erfüllen und Cersei verteidigen. Und dann dieser Anführer der Kompanie, der so stolz seine Rüstung auf dem Schiff glitzern ließ. Und dann steht da dieser stolze Feldherr auf dem Schlachtfeld – und wird von Grauer Wurm im Handumdrehen aufgespießt. Was für ein Auftritt! Wir lachen uns immer noch schlapp!

Wer sitzt auf dem Eisernen Thron?

Eigentlich keiner! Ok, irgendwie hat Daenerys den Thron erobert. Aber was ist der Thron noch wert? Die gesamte Hauptstadt liegt in Schutt und Asche. Es gibt offenbar nicht allzu viele Menschen, die überlebt haben. Also gibt es auch kein Volk, das man noch regieren könnte.

Jon besitzt den Anspruch auf den Thron, doch das wissen nur wenige. Und er will ja auch gar nicht regieren, Daenerys ist „seine Königin“. Aber Daenerys, die unbedingt dort Platz nehmen will, hat nur noch wenige Freunde. Aber sie ist ihrem Ziel so nahe wie noch nie. Sie hat technisch den Thron, aber nach Happy End sieht das alles nicht aus.

Was erwarten wir?

Kurz und knapp: die endgültige Auflösung im Kampf um den Eisernen Thron. Und Drama. Wahrscheinlich zwischen Daenerys und Jon. Was verriet „Game-of-Thrones“-Erfinder George R. R. Martin noch vom bevorstehenden Ende? „Es wird bittersüß.“ Das klingt nicht gerade nach einem Happy End für Daenerys und Jon.

+++ Hier haben wir alle Infos zur achten Staffel von Game of Thrones für euch +++

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