Stefan Raab Free ESC Eurovision
Foto: dpa/Matthias Balk

Am kommenden Samstag ist es soweit: Der „Free European Song Contest“ wird um 20.15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt. Und Erfinder Stefan Raab hat zwei richtige Hochkaräter an Land gezogen.

Zum ersten Mal seit der Erstausstrahlung im Jahre 1956 wird der „Eurovision Song Contest“ nicht staffinden. Eigentlich war das Finale der 65. Ausgabe für den 16. Mai in Rotterdam geplant, doch daraus wird aufgrund der Corona-Pandemie nichts.

Damit aber doch irgendwie ESC-Stimmung aufkommt, haben verschiedene Leute Ideen gesammelt. Das Ergebnis: Neben der internationalen Ersatz-Show „Europe Shine a Light“ (16. Mai, 21.55 Uhr, ARD) gibt es in Deutschland gleich drei Alternativen. Nachdem im Halbfinale am 9. Mai die Finalisten bestimmt wurden, zeigt „Das Erste“ vor dem internationalen Programm um 20.15 Uhr noch „ESC 2020 – das deutsche Finale“ – und parallel dazu gibt es eben Stefan Raabs „Free European Song Contest“.

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Von Raabs Wettbewerb war bisher bekannt, dass es 15 Teilnehmer geben wird. Die Namen sind aber noch geheim. Am Ende soll quer durch Europa geschaltet werden, um die Punkte einzusammeln. Als Moderatoren fungieren Steven Gätjen und Conchita Wurst.

Nun dringend jedoch nach und nach weitere Infos an die Öffentlichkeit. Für die Zeremonie ist geplant, dass Fußballer Lukas Podolski für Polen, Musiker Angelo Kelly für Irland und Spice Girl Melanie C. für Großbritannien die Punkte verkünden werden. Singen werden zahlreiche bekannte Stars. Bekannt sind bis dato:

  • Vanessa Mai (Kroatien)
  • Nico Santos (Spanien)
  • Sarah Lombardi (Italien)
  • Mike Singer (Kasachstan)
  • Eko Fresh und Umut Tibur (Türkei)
  • Oonagh (Bulgarien)
  • Josh. (Österreich)
  • Kelvin Jones (Großbritannien)
  • Sion Hill (Irland)

Und wer tritt für Deutschland an? Stefan Raab verspricht für die von ihm produzierte ESC-Ersatzshow „eine echte Legende“ als deutschen Beitrag. Einen konkreten Namen nannte er in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit dem Sender ProSieben zwar nicht – der Künstler werde aber „alle bisherigen deutschen Teilnehmer an europäischen Musikwettbewerben künstlerisch und charakterlich“ überstrahlen. „Dazu sieht er auch noch unglaublich gut aus“, erklärte Raab vielsagend.

Tritt der 53-Jährige vielleicht selbst auf? ProSieben erklärte zwar, dass er seine Karriere vor der Kamera 2015 beendet hat, doch angesichts Raabs Wortwahl scheint es nicht unwahrscheinlich. „Wenn es als einzige Lösung einer Krise erscheint, aufzugeben, dann ist der beste Zeitpunkt für die Geburtsstunde von etwas Neuem. Etwas, das den Blick nach vorne richtet und aus der Not eine Tugend macht“, erklärte Raab zusätzlich. Worte, die nicht nur für die Show an sich gelten könnten.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)