Foto: MG RTL D
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Nach dem Aus bei „RTL“ und „Sat.1“ droht Bastian Yotta jetzt auch noch ein Rechtsstreit. Der Grund ist mindestens ein frauenverachtendes Video von ihm, das kürzlich im Netz auftauchte.

„Wir haben Kenntnis von einem der Videos von Bastian Yotta bekommen. Die Inhalte haben uns sprachlos gemacht“, sagte Steve Hildebrandt, Gründer der gemeinnützigen Organisation „Liebe wen Du willst e.V.“, gegenüber „RTL“. „Wir haben bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gestellt, weil man so ein Verhalten nicht dulden und hinnehmen kann. Die Inhalte widern mich an. Es ist frauenfeindlich, es ist frauenverachtend.“

Auf Anfrage des Senders bestätigte der Berliner Staatsanwalt Markus Oswald, dass Hildebrandt Strafanzeige gestellt hat: „Die Staatsanwaltschaft Berlin wird prüfen, ob ein Anfangsverdacht vorliegt.“

„Promis unter Palmen“: Bastian Yotta befindet sich ständig im Kampf

Doch was genau ist eigentlich geschehen? Der Instagram-Account „yottahunterthree“ veröffentlichte vor rund einer Woche diverse „Motivations“-Videos des Muskelprotzes aus dem Jahr 2016, in denen er sich unter anderem frauenverachtend äußert und seine Ansichten über Sexual-Praktiken zum Besten gibt:

Sat.1 trennt sich von Bastian Yotta, aber „Promis unter Palmen“ läuft weiter

Sowohl „RTL“ als auch „Sat.1“ trennten sich anschließend von ihm, das bereits abgedrehte „Sat.1“-Format „Promis unter Palmen“, wo Bastian Yotta momentan zu sehen ist, wird aber bis zum Ende gezeigt werden. Und nun drohen auch noch rechtliche Konsequenzen.

In dem Video, um das es „Liebe wen Du willst e.V.“ geht, redet der inzwischen 43-Jährige davon, betrunkene Frauen in seiner Jugend von Partys nach Hause gebracht und anschließend mit ihnen Sex gehabt zu haben. „Gegenstand ist ein Video, in dem in verharmlosender und befürwortender Weise ein Sachverhalt geschildert wird, der den Tatbestand des sexuellen Übergriffs auf eine aufgrund Alkohol- oder Rauschmittelkonsums widerstandsunfähige Frau erfüllen könnte“, erklärte Oswald dem Sender. Gemeint ist folgender Clip:

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Und Bastian Yotta? Der gibt sich gelassen: „Ich respektiere diesen Weg. Die Organisation hat Gutes im Sinn und geht gegen mein altes Ich vor. Aber ich denke, sie wissen auch, dass ich mich geändert habe.“

Dies soll er Steve Hildebrandt in einem Telefonat am Dienstag versucht haben zu vermitteln. Offenbar mit mäßigem Erfolg, denn bislang sei die Anzeige noch nicht zurückgezogen worden. Das letzte Wort scheint hier also noch nicht gesprochen.