Womit sind sicherheitsbewusste Skifahrer ausgerüstet?

Gerade in den Wintermonaten geht es auf den Skipisten zur Sache. Sicherheitsbewusste Skifahrer sind mit Rucksack mit Airbag ausgestattet.
Foto: Shutterstock/Peter Gudella
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Lawinen auf der Skipiste, festsitzende Touristen und kritische Schneemassen auf den Dächern: Das Winterwetter in den Alpen macht vielen zu schaffen. Sicherheitsbewusste Skifahrer sind dabei mit einem Rucksack samt Airbag ausgestattet. Ein Überblick zu wichtigen Fragen für Skiurlauber und Hausbesitzer:

Wie hoch ist das Risiko abseits der Skipisten? Teilweise extrem hoch. Am Montag galt etwa in Teilen Österreichs wieder die höchste Lawinenwarnstufe fünf (sehr große Gefahr). Jeder Skifahrer und Snowboarder bleibt bei solchen Bedingungen lieber auf gesicherten und freigegebenen Pisten. Was aber nie vergessen werden sollte: Auch bei geringerer Warnstufe können im freien Gelände Lawinen abgehen, wie die Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) erklärt. Es gibt ein paar Warnzeichen, die Wintersportler unbedingt beachten müssen: Dazu zählen wummernde Geräuschee oder wenn Schnee am Hang spontan abrutscht. Auch wenn sich beim Betreten der Schneedecke Risse bilden, sollte man seine Tour abbrechen und sofort umkehren.

Was bringt Sicherheitsausrüstung für Skitouren? Ohne Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), Sonde und Schaufel sind Ausflüge abseits der Piste sehr riskant. Zudem müssen Wintersportler wissen, wie sie die Hilfsmittel im Ernstfall einsetzen. Auch alleine sollten sie nie aufbrechen. Ein Lawinen-Airbag senkt zwar bei einem Abgang das Risiko, komplett verschüttet zu werden. Doch Experte Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV) betont, dass ein Airbag keine Lebensversicherung sei.

Mehrere deutsche Skifahrer waren am Wochenende im österreichischen Vorarlberg auf einer gesperrten Skiroute unter einer Lawine ums Leben gekommen. Trotz aufgegangenen Lawinen-Airbags wurden sie unter den Schneemassen begraben und erstickten. Während des Lawinenabgangs in dem Skigebiet von Lech galt dort Lawinenwarnstufe drei.

dpa