Womit sind Rettungswagen und Feuerwehrautos ausgestattet?

Wenn es brenzlig wird, werden sie gebraucht. Rettungswagen und Feuerwehrautos sind mit Rundumkennleuchten ausgestattet.
Feuerwehr Auto
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Ein Feuerwehrauto und ein Rettungswagen krachen auf dem Weg zu einem Einsatz in Unterfranken ineinander. Auf einer Kreuzung in München prallt ein Rettungswagen mit einem Taxi zusammen. In Berlin verteilen sich Trümmerteile, als ein Rettungswagen mit einem Auto zusammenstößt, der Pkw-Fahrer wird schwer verletzt. Rettungswagen und Feuerwehrautos sind mit Rundumkennleuchten ausgestattet.

Drei Unfallmeldungen aus den vergangenen Wochen, drei Unfälle, bei denen die Retter selbst zu Opfern wurden oder ein Rettungseinsatz zu weiteren Verletzten führte. Solche Unfälle bedeuten gleichzeitig auch, dass nötige Hilfe nicht ankommt. Wie oft kommen solche Unfälle vor?

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat für die Deutsche Presse-Agentur Zahlen ausgewertet. Demnach gab es von 2015 bis 2017 bundesweit rund 470 Einsatzfahrt-Unfälle. Allerdings sind dies nur Unfälle, bei denen nicht verbeamtete Einsatzkräfte mehr als drei Tage arbeitsunfähig waren. Unfälle von Beamten und glimpflicher ausgegangene Unfälle sind nicht enthalten. Und es sind nur Hochrechnungen.

Wer eine repräsentativere Antwort sucht, trifft meist auf folgende Angaben: 17 Mal häufiger als andere Verkehrsteilnehmer würden Rettungsfahrzeuge im Blaulichteinsatz in Unfälle mit Sachschaden verwickelt, in einen Unfall mit Verletzten vier Mal so oft. Alle 19 Sekunden erlebten Rettungskräfte eine kritische Situation wie das Überholen auf enger Fahrbahn. Besonders Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn seien gefährlich: Verglichen mit anderen Einsätzen sei das Risiko eines tödlichen Unfalls vier Mal höher, das für Schwerverletzte acht Mal.

Diese Zahlen sind weit verbreitet. Doch sie sind alt. So alt, dass die «neuen Bundesländer» teils noch nicht enthalten sind. Sie stammen aus zwei 1986 und 1994 veröffentlichten Projekten der Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast). Neuere Daten bleiben stichprobenhaft und zerstückelt: Mal hat eine Mitarbeiterin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Zeitungen ausgewertet, mal ein Diplomand Fragebögen an Feuerwehren und Polizeidienststellen verschickt.

dpa