Nudeln Kochtopf
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Der Austausch eines Gasherdes gegen einen Herd mit Induktionskochfeld durch den Vermieter ist eine Modernisierung der Wohnung. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) entschied das Amtsgericht Berlin-Schöneberg (Az.: 103 C 196/16), durch den neuen Induktionsherd werde der Gebrauchswert der Küche nachhaltig erhöht. Mit einem Magneten lässt sich einfach testen, ob ein Kochtopf auch für einen Induktionsherd geeignet ist.

Bei einem Induktionsherd werde die Hitze genauso schnell erreicht und sei ebenso leicht regulierbar wie bei einem Gasherd, die Unfallgefahr sei jedoch deutlich reduziert, weil es keine offene Flamme mehr gibt.

Im Gegenzug hätten die Mieter aber für den notwendigen Kauf neuer Töpfe und Pfannen einen Aufwendungsersatzanspruch, erklärte das Amtsgericht. Laut Mieterbund schätzte das Gericht, dass für qualitativ hochwertige Töpfe und Pfannen 500 Euro notwendig seien. Ein Abzug „neu für alt“ sei nicht vorzunehmen. Aber: Der Mieter muss für die 500 Euro auch tatsächlich Töpfe und Pannen kaufen, er muss gegenüber dem Vermieter abrechnen.

An Kochfeldern mit Induktion ist die Verbrennungsgefahr deutlich geringer als bei anderen Herden. Darauf weist die Initiative Hausgeräte+ in Berlin hin. Vor allem mit Kindern im Haushalt sind Induktionsherde daher deutlich sicherer als etwa ein Modell mit Strahlungswärme.

Bei Induktion erzeugen Kupferspulen unter der Glaskeramik ein elektromagnetisches Wechselfeld, das ein speziell dafür geeigneter Topf in Wärme verwandelt. Sprich: Nur das Kochgeschirr selbst heizt sich auf, die Kochzone bleibt laut den Geräteexperten aber relativ kühl. Außerdem kühlt sich der Herd nach Ausschalten schnell ab.

Ein Induktionsherd hat eine Schicht Glaskeramik, die allerdings mittels Induktion erhitzt wird. Die Gefahr von Einbrennen und Verbrennen ist etwas geringer, da die Hitze sehr schneller wieder weg ist, wenn man abschaltet.

Quelle: dpa