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Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind am Montag wieder Wissenschaftler vom neuseeländischen Christchurch aus in die Antarktis gestartet. Vorausgegangen war eine fast sechswöchige Quarantäne.

Im Dezember 1911 zählten Olav Bjaaland, Helmer Hanssen, Sverre Hassel und Oscar Wisting zu den Personen, die den Südpol erreichten – Bjaaland machte dabei ein weltberühmtes Foto.

Wegen starker Stürme in der Region musste der für August geplante Start des Flugzeugs der US Air Force immer wieder verschoben werden, wodurch sich die zunächst für zwei Wochen geplante Isolation der rund 100 Forscher und Mitarbeiter verlängert hat.

Nach ihrer Ankunft in der amerikanischen McMurdo-Station der größten Forschungs- und Logistikstation am Südpol müssen die Forscher nun zwei Wochen lang eine Maske tragen. Die strikten Vorsichtsmaßnahmen haben einen Grund.

Während die anderen Kontinente schon längst mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen hatte, galt die Antarktis lange als einziger Kontinent ohne jegliche Auswirkungen, die mit Covid-19 zusammenhängen. Allerdings gelten auch dort die Vorsichtsmaßnahmen, an die die auf den anderen Kontinenten lebenden Personen nunmehr schon seit etwa einem Jahr gewöhnt sind.

„Wir nehmen das sehr genau, um sicherzustellen, dass nichts passiert“, zitierte der Sender TVNZ Tony German, den zuständigen Vertreter des US-Antarktis-Programms in Neuseeland. Auch werden die Programme in dieser antarktischen Sommersaison (etwa September bis März) wegen der Pandemie auf ein Minimum reduziert.

In der McMurdo-Station würden voraussichtlich nicht mehr als 450 Menschen arbeiten, ein Drittel der gewöhnlichen Zahl, hieß es. Sie sollen hauptsächlich Wartungsarbeiten durchführen und die Station für das nächste Jahr vorbereiten. „Aber die Show muss weitergehen“, betonte German.

Quelle: dpa