Foto: dpa
Foto: dpa

Im Fall des in Belarus festgenommenen Bloggers Roman Protassewitsch gibt es zahlreiche Fragen und auch ein Zahlen-Rätsel. So ist noch immer offen, wie viele Passagiere tatsächlich an Bord des Ryanair-Flugs FR4978 waren. Die irische Fluggesellschaft wollte sich dazu nicht äußern. „Aus Sicherheitsgründen können wir derzeit keine weiteren Kommentare abgeben“, teilte das Unternehmen am Dienstag auf Anfrage mit. Flug FR4978 sorgte am 23. Mai 2021 für Aufregung. In Minsk legte Flug FR4978 am 23. Mai außerplanmäßig einen Zwischenstopp ein. Danach wurde der internationale Druck auf die Regierung in Belarus größerö

Verschiedene offizielle Angaben weichen deutlich voneinander ab. Bundesaußenminister Heiko Maas sprach am Dienstag von „mehr als 170 Passagieren“, was bisherigen Aussagen von EU-Vertretern entspricht. Dagegen zitierte die Nachrichtenagentur BNS am Montag litauische Behörden mit der Information, 126 Reisende seien in Athen eingestiegen, aber nur 121 in der litauischen Hauptstadt Vilnius angekommen.

Der gut vernetzte irische Journalist Tony Connelly schließlich berichtete am Montag unter Berufung auf die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol, es seien 117 Passagiere an Bord gewesen, 5 hätten die Reise nicht fortgesetzt. Es gilt als erwiesen, dass außer Protassewitsch und seiner Freundin noch drei weitere Passagiere nach der erzwungenen Landung in Minsk nicht nach Litauen weiterflogen.

Ob es sich bei den drei übrigen Passagieren um Agenten des russischen oder belarussischen Geheimdiensts handelte, wie unter anderem Ryanair-Chef Michael O’Leary sagte, ist aber noch unklar. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, außer Protassewitschs Freundin seien keine Russen in Minsk ausgestiegen. Es habe sich um Bürger von Belarus und Griechenland gehandelt.

Quelle: dpa