Taucherbrille
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Spucke ist wichtiger, als so mancher denken mag! Ohne den Speichel könnte der Körper beispielsweise nichts verdauen und trockene Speisen würden sowieso sofort im Hals stecken bleiben.

Doch auch auf anderer Ebene hilft der Speichel sehr – zum Beispiel beim Tauchen: Ordentlich mit Spucke eingerieben, beschlägt die Taucherbrille nämlich nicht mehr. Aber warum eigentlich?

Wer schon einmal Tauchen oder Schnorcheln war, kennt es: Kaum sitzt die Taucherbrille perfekt auf der Nase und man selbst ist kurz davor, die Unterwasserwelt zu erkunden, da ist es vorbei mit der guten Sicht – die Brille beschlägt. Während die Außenseite mit dem kalten Wasser in Berührung kommt, herrschen durch die Körperwärme im „Innern“ der Brille nämlich deutlich wärmere Temperaturen. Die warme und feuchte Luft kondensiert und das Brillenglas beschlägt.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, hilft es, vor dem Tauchgang einfach Spucke in der Brille zu verteilen. Der menschliche Speichel besteht zwar zu einem Großteil aus Wasser, enthält aber auch Enzyme und Proteine – unter anderem sogenannte Mucine.

Bei Mucinen handelt es sich um Schleim, der unter anderem dabei hilft, Speisen vom Mund in den Magen gleiten zu lassen. Auf der Taucherbrille verteilt, bilden die Mucine einen Film, der die kondensierten Wassertropfen abperlen lässt.

Vor dem nächsten Tauchgang empfehlen wir also, die Taucherbrille vorher schön mit Spucke einzureiben – dann klappt’s auch mit der freien Sicht. Und die will man bei den schier unendlichen Lebewesen und der tollen Farbenpracht, die die Unterwasserwelt bietet, ja schließlich auch haben, oder?

Auch, wenn unsere Spucke in nahezu keinem Moment appetitlich anmutet, müssen wir an dieser Stelle zugeben, dass sie doch ziemlich viel kann. Wir wünschen jedenfalls viel Spaß beim Einreiben vor dem nächsten Tauchgang!