Tenet Robert Pattinson David Washington
Foto: Melinda Sue Gordon/ Warner Bros./dpa

Zehn Jahre nach «Inception» fordert Christopher Nolan uns auf ähnliche Weise erneut heraus: mit einem Bombardement aus Gedankenspielen, einschneidenden Sounds, philosophischen Ideen. Mit dabei ist John David Washington, der Sohn von Denzel Washington, der eine Hauptrolle übernimmt.

Ein Hollywood-Hoffnungsträger bleibt im Corona-Chaos: „Tenet“. Zwar wurde auch der Start-Termin von Christopher Nolans elftem Spielfilm ein ums andere Mal verlegt. Nun aber soll es tatsächlich so weit sein: In Deutschland und anderen Ländern startet der, wie kaum ein anderes großes Werk in diesem außergewöhnlichen Kino-Sommer erwartete, ja herbeigesehnte Film endlich.

Es geht, so heißt es irgendwann in der ersten halben Stunde, ums „Überleben Aller“ in diesem zu jeder Minute beindruckenden, herausfordernden und durchaus anstrengenden Kunstwerk von einem Film. Das Überleben der Menschheit, es liegt in der Hand des jungen US-Schauspielers John David Washington. Der Sohn von Denzel Washington spielt im Film einen namenlosen Agenten („der Protagonist“).

Es geht in „Tenet“ aber auch, und das macht ihn so spannend und herausfordernd, um Fragen wie diese: Was ist, wenn beim Rennen der Gegenwind plötzlich von hinten kommt? Wie kann es sein, dass jemand bei einer Benzinexplosion keine Verbrennungen, sondern eine Unterkühlung davonträgt? Paradoxien wie diese sind es, die „Tenet“ ausmachen, den Film grundieren.

An einem Schießstand etwa muss der Protagonist, der sich anfänglich bei einem Terrorangriff auf die Kiewer Oper als tougher Agent hat bewähren können, lernen, dass Kugeln keineswegs immer nur in eine Richtung fliegen, sondern sich auch gern mal ihren Weg zurückbahnen in den Pistolenlauf. «Mich überrascht nichts mehr!», heißt es irgendwann aus dem Mund unserer Hauptfigur. Die ist bei ihrem Kampf für die Menschheit allerdings nicht ganz allein: Als eine Art Nebenheld wird ihr Robert Pattinson (die „Twilight“-Saga) an die Seite gestellt.

Quelle: dpa