Wer erblickte am 14. November 1946 das Licht der Öffentlichkeit und feiert somit in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag?

Am 14. November 1946 hat ein Star der Öffentlichkeit das Licht der Welt erblickt. Seinen 75. Geburtstag feierte 2021 Lucky Luke.
Foto: Oliver Berg/dpa

Für viele Kinder von heute ist er wohl der einzige Kettenraucher, den sie noch kennen: Die Comicfigur Lucky Luke erblickte am 14. November 1946 das Licht der Öffentlichkeit und feierte 2021 somit seinen 75. Geburtstag. Dieses gesegnete Alter ist vielleicht auch der Fügung zu verdanken, dass der Westernheld schon seit 1983 einen Stroh- oder Grashalm statt Kippe im Mund hat. Bis heute schießt er angeblich „schneller als sein Schatten“. Mehr als 30 Millionen Alben wurden bisher allein in Deutschland verkauft.

Am 14. November 1946 ritt der „Poor Lonesome Cowboy“ mit dem sprechenden Pferd Jolly Jumper erstmals durch ein Comic-Abenteuer der belgischen Jugendzeitschrift „Spirou“. Immer wieder legt er seither den Dalton-Brüdern das kriminelle Handwerk und ist auf viele Stars des Wilden Westens getroffen: von Revolverheld Billy the Kid über Schriftsteller Mark Twain bis zum Blue-Jeans-Pionier Levi Strauss.

Apropos Jeans: Optisch hat sich Lucky Luke seit 1946 kaum verändert. Röhrenhosen, gelbes Hemd, rotes Halstuch und weißer Hut sind bis heute seine Markenzeichen. Allerdings sind ihm mit der Zeit zwei Finger gewachsen. In seinen ersten Abenteuern hatte der Westernheld noch vier an jeder Hand, wie Comicfans es auch von Micky Maus und den Simpsons kennen. „Ich hatte damals keinen Stil“, hat der langjährige Lucky-Luke-Zeichner Morris (1923-2001) einmal über seine frühen Arbeiten gesagt. Er habe schließlich keine Ausbildung gehabt und damals viel von Tim-und-Struppi-Erfinder Hergé abgeschaut, „mit viel Walt Disney“. Auch die Serie Popeye habe ihn stark beeinflusst. Denn er hatte ursprünglich in einem Trickfilmstudio gearbeitet.

Heute gilt Morris alias Maurice De Bevere als einer der wichtigsten Zeichner des 20. Jahrhunderts. Kongenial war seine Zusammenarbeit mit Texter René Goscinny. Dieser verlieh dem Westernhelden bis zu seinem Tod 1977 einen ganz besonderen Witz. Seit auch Morris vor 20 Jahren gestorben ist, hütet Zeichner Achdé das Erbe. Morris hat in seinem Testament vefügt, dass „Lucky Luke“ weitergehen solle.

dpa