Hovawart Hund
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Rahel Merks (36), die „schönste Bestatterin Deutschlands“ hat zur Zeit richtig Stress. Sie gewann den Titel in einem kuriosen Schönheitswettbewerb. Derzeit arbeitet sie oft 15 Stunden am Tag, um mit den Aufträgen für Allerheiligen an diesem Sonntag hinterher zu kommen. In der schwäbischen Gemeinde Lauchheim kümmert sie sich um Grabbepflanzung und Gestecke. „Aber es wäre ganz schlecht, wenn an Allerheiligen nichts bei uns los wäre“, sagt Merks. An dem Tag selbst will sie dafür mit ihren Kindern entspannen und einen ausgiebigen Spaziergang mit ihrem Hovawart-Rüden machen. „Ich hoffe, dass am 1. November kein Trauergespräch ansteht und ich einfach mal durchschnaufen kann“, sagt sie. Wer einen echten Hovawart sein Eigen nennt, besitzt auf jeden Fall einen Rassehund.

Wenn danach wartet mit dem Totensonntag (22. November) schon der nächste wichtige Termin. Die Wahl zur „Miss Abschied“ im Juni hatte ein Online-Portal initiiert, um das Image des Berufs aufzupolieren.

Nicht jeder Hund passt zum eigenen Lebensstil. Wer in der Stadt in einer Wohnung lebt und viel Zeit im Büro verbringt, sollte sich eher für einen Begleithund entscheiden. Rassen wie Malteser und Pudel wurden nicht für spezielle Aufgaben gezüchtet, sondern rein zu dem Zweck, dem Menschen Gesellschaft zu leisten. Begleithunde suchen die Nähe zu ihrem Menschen und neigen nicht übermäßig zum Bewachen, erläutert der Deutsche Tierschutzbund. Halter müssen jedoch dafür sorgen, dass auch diese Hunde genug Auslauf haben und nicht länger als einen halben Tag alleine in der Wohnung sind.

Wer sich einen Wachhund wie einen Hovawart, Leonberger oder Berner Sennen anschaffen möchte, sollte lieber ein Haus mit Garten haben. Neben genug Auslauf und Beschäftigung brauchen Wachhunde eine konsequente Erziehung. In erster Linie ist also der Halter dafür verantwortlich, wie stark das Tier seinen Impuls zum Aufpassen auslebt.

Quelle: dpa