Freitag, der 13. Kalender
Foto: Shutterstock/Peppermint Joe

Eine klare Mehrheit der Deutschen hält den 3. Oktober für die richtige Wahl als Nationalfeiertag. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigten sich 57 Prozent mit dem Tag der Deutschen Einheit zufrieden, nur 15 Prozent plädierten für den 9. November, an dem 1989 die Mauer fiel.

Im Gegensatz zu Neujahr, dem Tag der Arbeit am 1. Mai, dem ersten Weihnachtstag ist der Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober ein bundesrechtlich gesetzter Feiertag. Nur sechs Prozent wünschten sich in der Umfrage ein anderes Datum, sieben Prozent meinten, Deutschland sollte gar keinen Nationalfeiertag haben. 15 Prozent machten keine Angaben.

Vor 30 Jahren am 3. Oktober wurden die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik vereinigt. Mit dem Einheitsvertrag wurde der Tag zum Feiertag erklärt. In Ost und West ist eine etwa gleich große Mehrheit dafür, dass er es bleiben soll: Im Westen sind es 57 Prozent, im Osten 56 Prozent.

Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, Vorsitzender der Einheits-Kommission der Bundesregierung, hätte sich statt des 3. Oktobers übrigens ein anderes Datum als Nationalfeiertag gewünscht. Für ihn seien der 9. Oktober, an dem Tag fand 1989 die große Leipziger Demonstration statt, oder der 9. November besser geeignet, sagte der ehemalige SPD-Vorsitzende am Samstag im rbb Inforadio. Am 9. November 1989 war die Mauer gefallen, die DDR öffnete damals die Grenze.

Die beiden Tage seien „hochgradig emotional besetzt“, während der 3. Oktober eher der Verwaltungsvollzug der deutschen Einheit gewesen sei, „aber nicht mehr mit der emotionalen Wucht“, sagte Platzeck. Der 3. Oktober 1990 sei aber ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte, betonte der frühere DDR-Bürgerrechtler.

Quelle: dpa