Was wird häufig als eine Art Frühwarnsystem für Pflanzenkrankheiten mit in den Weinberg gepflanzt?

Weil Rosen anfälliger für Pflanzenkrankheiten sind, werdenam Ende einer Reihe von Weinreben auf einem Weinberg Rosenstöcke gepflanzt.
Rosen Weinberg
Foto: Daniel Karmann dpa/lby
Rosen Weinberg
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Pilzerkrankungen machen der deutschen Weinbranche alle Jahre wieder zu schaffen. Der sogenannte Falsche Mehltau sei „ein flächendeckendes Problem nicht nur bei uns in Baden, sondern auch in anderen deutschen Anbaugebieten und in anderen EU-Staaten“, sagte der Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, Peter Wohlfarth, im Juli 2016.

Der Falsche Mehltau macht sich an Blättern und jungen Trauben breit und lässt Teile der Pflanze absterben. Niederschlag und generell feuchtes Wetter befördern den Befall. Das Wort „falsch“ im Namen kommt daher, dass die Pilze – im Gegensatz zu dem auf Rosen vorkommenden „echten“ Mehltau – die Unterseite des Blattes befallen.

Weil Rosen anfälliger für solche Krankheiten sind, hat es eine lange Tradition, dass am Ende einer Reihe von Weinreben Rosenstöcke gepflanzt werden. Zeigt sich eine Krankheit am Rosenstock, kann noch rechtzeitig an der Weinrebe reagiert werden.

Gegen die Krankheit helfen Pflanzenschutzmittel. Ökowinzer wiederum müssen ohnehin auf weniger wirksame Gegenmittel zurückgreifen, was deren Weinberge hierbei anfällig macht.

dpa