Was war am 13. März 1987 das Letzte, was Tierfilmer Bernhard Grzimek unmittelbar vor seinem Tod erlebte?

Was Bernhard Grzimek unmittelbar vor seinem Tod erlebte, war außergewöhnlich. Für ihn gab es noch eine Tigerdressur im Zirkus.
Foto: Roland Witschel/dpa

Schon zu Zeiten des Wirtschaftswunders wirbt er für Naturschutz. Bernhard Grzimek kämpfte für Tiere, ihre Lebensräume und letztendlich auch noch für Familienplanung, damit der Mensch sich nicht zu sehr ausbreitet. Als erster Direktor nach dem 2. Weltkrieg baute er den stark zerstörten Frankfurter Zoo wieder auf. Am 13. März 1987 erlebte Bernhard Grzimek kurz vor seinem Tode eine Tigerdressur im Zirkus.

Dort ist er auch 30 Jahre nach seinem Tod am 13. März 1987 als Standbild verewigt. Vor einer Hütte und einem Jeep steht er so, wie ihn Millionen Menschen in Erinnerung haben dürften: in Buschkleidung, die Augen leicht zusammengekniffen, als halte er gerade Ausschau nach Elefanten, Giraffen oder Geparden.

Mit der Fernsehsendung «Ein Platz für Tiere» wurde der 1909 im oberschlesischen Neiße geborene Grzimek in den 60er und 70er Jahren bundesweit berühmt. In einer Zeit, als ein Safari-Urlaub für die meisten Menschen unvorstellbar und schon eine Spanienreise ziemlich exotisch war, brachte der studierte Tierarzt die große weite Welt in deutsche Wohnzimmer.

Oft war im Fernsehstudio ein Jungtier aus dem Frankfurter Zoo dabei, ein Affenbaby oder ein Leopardenjunges etwa – Niedlichkeitsfaktor garantiert. Wer konnte sich da nicht begeistern, wenn Grzimek seine „lieben Freunde“ begrüßte und von Forschungsreisen nach Afrika erzählte, insbesondere von der Serengeti?

Der Kampf für den Nationalpark im ostafrikanischen Tansania wurde für Grzimek zu einem Lebensinhalt. Seine Dokumentation „Serengeti darf nicht sterben“ wurde sogar mit dem Oscar ausgezeichnet.

Auch Manfred Niekisch, der heutige Direktor des Frankfurter Zoos, wuchs mit diesen Bildern auf. „Grzimek war auch für mich als Kind ein Idol und war das erste, was ich abends im Fernsehen gucken durfte“, erinnert er sich. Auch die erste Begegnung mit Grzimek, mit dem er später als Forscher und Naturschützer zusammen arbeitete, ist ihm in Erinnerung geblieben.

dpa