Foto: Shutterstock/agrofruti
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Hässliche Risse am Ohrloch lassen sich mit einer feinen Naht vom plastischen Chirurgen beseitigen. „Diese Risse können besonders bei zarten Ohrläppchen entstehen, wenn häufig lange, schwere Ohrringe getragen wurden“, erklärt Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der HNO-Ärzte.

Bei Menschen aus Europa sind Ohrläppchen übrigens im Vergleich zu angewachsen doppelt so häufig frei hängend. Wer seine Ohrlöcher komplett verschwinden lassen möchte, hat es schwerer – vor allem, wenn sie schon lange bestehen.

Dann wachsen sie nicht mehr von selbst zu. Ein plastischer Eingriff könnte auch hier helfen. Der Patient sollte aber abwägen, ob eine eventuelle Narbe wirklich weniger auffällt als das ursprüngliche Ohrloch. Wen das Loch stört, könne es sonst auch einfach überschminken, rät Deeg.

Ohrentropfen sollten nicht zu kalt ins Ohr gelangen. Vor der Anwendung hält man das Fläschchen am besten eine Weile in der Hand oder lässt es für einige Zeit in der Hosentasche, empfiehlt die «Apotheken Umschau». Kalte Flüssigkeiten können im Ohr zu Schwindel oder Schmerzen führen.

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Damit die Tropfen dorthin gelangen, wo sie wirken sollen, legen Anwender den Kopf am besten zur Seite und ziehen das Ohrläppchen nach hinten oben. Achtung: Bei Kleinkindern sollten Eltern das Ohrläppchen aber nach hinten unten ziehen. So lässt sich die natürliche Krümmung des Gehörgangs ausgleichen.

Nach der Anwendung sollte man dann aber eigentlich einige Minuten warten. Den Gehörgang mit Watte zu verschließen ist aber keine gute Idee: Wird das Ohr nicht belüftet, können sich im feuchtwarmen Klima Keime gut vermehren, wie die Zeitschrift erklärt. Ohrentropfen sind außerdem nur für Menschen mit intaktem Trommelfell geeignet – außer der Arzt verordnet etwas anderes.

Quelle: dpa