Was ist bei Grillfreunden äußerst beliebt, obwohl es „dünn“ & „mager“ daherkommt?

Was ist bei Grillfreunden äußerst beliebt, obwohl es "dünn" & "mager" daherkommt? Spare Rips sind dann besonders lecker, wenn sie dünn und mager sind. Aus den USA übernommen wurde die Bezeichnung "Baby Back Ribs". Pulled Chicken, Rumpsteak und Pork Chop sind hingegen alles andere als mager.
Spare Rips Grillen Fleisch
Immer wieder lecker: Spare Rips. Foto: Shutterstock.com / hlphoto
Spare Rips Grillen Fleisch
Immer wieder lecker: Spare Rips. Foto: Shutterstock.com / hlphoto

Spare Rips gehören zu jedem guten Grillabend dazu. Mit steigenden Temperaturen läuten viele Menschen im Garten, auf dem Balkon oder im Park die Grillsaison ein. Damit das nicht mit Pleiten, Pech und Pannen endet, sollten Grillfreunde auf die Fleischqualität achten und nur zugelassene Anzünder verwenden.

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Für viele gehört zu einem perfekten Abend bei sommerlichen Temperaturen der Duft von gegrilltem Fleisch, offenem Feuer und Rauch dazu. Auf dem Rost gegartes Gemüse, Salate und Brot runden das Essen ab. Doch nicht alle Zutaten eignen sich. Die wichtigsten Punkte für einen gelungenen Grillabend im Überblick:

Worauf kommt es beim Fleisch an?

„Man sollte nur Fleisch beim Metzger seines Vertrauens kaufen“, rät Olaf Seidel vom Grillteam GutGlut in Rösrath, dem Gewinnerteam der Deutschen Grill- und BBQ Meisterschaft 2012 in der Profikategorie. Nur dann wisse man sicher, wo das Fleisch herkommt und ob das Tier artgerecht gehalten wurde. Neben Schwein, Rind und Geflügel bieten sich Straußen- und Lammfleisch zum Grillen an. Besonders gut sei Filet, sagt Seidel. Aber auch fettere Stücke wie Nackensteaks oder Spare-Rips eignen sich zum Grillen. Der Vorteil sei, dass sie nicht so schnell austrocknen, ergänzt der Kochbuchautor Sebastian Dickhaut aus München.

Am besten marinieren Verbraucher das Fleisch selbst – zum Beispiel in einer Öl-Kräuter-Soße oder in einer Öl-Tomatenmark-Mischung. Wer bereits marinierte Ware kauft, kann kaum erkennen, welche Qualität und Konsistenz das Fleisch hat. „Bevor ich fertig mariniertes Fleisch kaufe, nehme ich lieber nur Salz und Pfeffer“, sagt Dickhaut deshalb. Wird das Fleisch über Nacht mariniert, ist der Geschmack am nächsten Tag intensiver.

Das Fleisch sollte nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill kommen, sondern erst 30 Minuten bei Zimmertemperatur liegen. Sonst dauert es zu lange, bis es gar ist, erläutert Dickhaut. Hähnchenfleisch muss aber sofort auf den Grill, weil sich ohne Kühlung Krankheitserreger darin vermehren können. Deshalb sollte es auch immer gut durchgegart werden. Sinnvoll ist außerdem, den Rost mit Öl einzureiben – dann bleibt das Fleisch nicht daran kleben.

Wie unterschiedet sich direktes von indirektem Grillen?

Beim direkten Grillen liegt das Fleisch über der Glut und wird schnell gar. Geeignet ist diese Methode vor allem für Würstchen und dünnes Fleisch. Beim indirekten Grillen hat der Grill einen Deckel, das Fleisch liegt nicht direkt über der Kohle. Unter dem Deckel zirkuliert die Luft, und es können dickere Stücke Fleisch gegart werden. Dieses System gibt es für Holzkohle-, Gas- und Elektrogrills, erläutert Huberti. Aufgrund des geschlossenen Deckels entsteht eine geringere Rauch- und Geruchsbelästigung.

Worauf sollte man besonders achten?

Der Grill muss stabil stehen und genügend Abstand zu Kindern, Gästen und brennbaren Materialien haben, sagt Lothar Beckmann von der Stiftung Warentest. Zum Anheizen sollten nur zugelassene Anzünder verwendet werden. Erst wenn die Kohle durchgeglüht ist, kommt das Grillgut auf den Rost. Um herauszufinden, ob es schon so weit ist, hält man die flache Hand etwa 20 Zentimeter über die Glut und zählt langsam von zehn runter. „Wenn man bei sieben die Hand wegziehen muss, ist die Temperatur optimal“, erklärt Seidel. Für den Notfall sollte eine Brandschutzdecke oder Sand zum Löschen in der Nähe sein, rät Beckmann.

dpa