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Foto: Kamil Macniak/Shutterstock

Gesetzlich Krankenversicherte überlegen es sich besser zweimal, ob sie eine Behandlung vom Arzt annehmen, die sie selbst zahlen müssen. Denn bei diesen sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) gehe es vorrangig um wirtschaftliche Interessen von Ärzten, sagte Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes. „Das sind keine Leistungen, wo akuter Behandlungsbedarf besteht.“ Medizinisch notwendige Behandlungen werden immer von der Kasse übernommen. Versicherte dürften nicht in der Arztpraxis mit IGeL-Leistungen überrumpelt werden.

Auf der neuen Plattform können sich gesetzlich Krankenversicherte ab sofort unabhängig und wissenschaftlich fundiert über 24 häufig angebotene IGeL-Leistungen informieren. Dazu zählen zum Beispiel Akupunktur zur Vorbeugung von Migräne, Lichttherapie bei saisonaler Depression oder die Rhonchopathie genannte operative Behandlung des Schnarchens. Entwickelt wurde das Portal vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (MDS).

Quelle: dpa