Rezepte zur Zubereitung welcher Früchte beginnen häufig damit, dass der Flaum abgerieben werden soll?

Anders ist es bei Stachelbeeren, Kiwis und Nektarinen: Rezepte zur Zubereitung von Quitten beginnen häufig damit, dass der Flaum abgerieben werden soll.
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Ist das Fruchtfleisch von Quitten schon bei der Ernte oder kurz danach braun verfärbt, kann es trotzdem bedenkenlos verarbeitet werden. Die dunklen Stellen müssen nicht ausgeschnitten werden, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern.

Bei der sogenannten Fleischbräune handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die besonders in Jahren mit überdurchschnittlich feuchter Witterung auftritt. Die ungünstigen Wachstumsbedingungen führen dazu, dass verstärkt Kohlenhydrate und Apfelsäure abgebaut werden. Es entsteht Acetaldehyd, welches die Zellstrukturen zerstört.

Bei der Verarbeitung werde die Saft- beziehungsweise Geleefarbe nicht oder aber nur wenig dunkler als gewohnt. Allerdings sollten Quitten, die bereits beim Ernten von Fleischbräune betroffen sind, schnell verarbeitet werden.

Nur bei echten Faulstellen müssen die betreffenden Früchte aussortiert werden. Auch ein zu später Erntezeitpunkt oder eine zu kühle Lagerung könne braunes Fruchtfleisch verursachen. Die ideale Temperatur liegt zwischen null und zwei Grad Celsius, so die Ernährungsexperten.

Für Steinobst wie Kirschen oder Pflaumen sowie für Kernobst – dazu zählen beispielsweise Äpfel und Quitten – ist nach der Ernte ein guter Zeitpunkt für einen Pflegeschnitt, teilt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mit. Der Sommerschnitt sollte bis Ende Juli oder Anfang August erfolgen.

Bei Erdbeeren empfiehlt die BLE, nach der letzten Ernte das alte Laub zurückzuschneiden und die Pflanzen zu düngen. Außerdem ist Ende Juli die beste Zeit zum Pflanzen neuer Erdbeeren, dann haben sie nämlich im laufenden Jahr noch genug Zeit zum Wachsen – und bringen schon im Folgejahr einen guten Ertrag.

Auch Beerenobst wie Sommerhimbeeren, Johannis- und Stachelbeeren können nun zurückgeschnitten werden. Unmittelbar nach der Ernte sollten dickere und ältere Triebe aus dichten Sträuchern ausgelichtet werden. Die damit erzielte bessere Belüftung beugt Krankheiten vor. Außerdem bilden sich Triebe, die im nächsten Jahr wieder fruchten.

dpa