Manuela Schwesig
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Manuela Schwesig von der SPD ist eine deutsche Politikerin und die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist sie die Nachfolgern von Erwin Sellering.

Schwesig hat in der SPD Karriere gemacht. Was die wenigsten wissen: Im Alter von 15 Jahren spielte sie in dem Spielfilm „Verbotene Liebe“ mit und probierte sich dort als Schauspielerin.

Dort spielte sie eine kleine Nebenrolle. Es handelte sich um einen DEFA-Jugendfilm von Helmut Dziuba. Die DEFA war die Deutsche Film AG in der DDR. Schwesig wuchs mit ihrem Bruder in Seelow im heutigen brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland auf. Ihr Vater war Schlosser, die Mutter Verwaltungsangestellte.

Die Ministerpräsidentin hatte ihre Brustkrebserkrankung im September 2019 öffentlich gemacht. Aus diesem Grund hatte sie damals das Amt als kommissarische SPD-Bundeschefin niedergelegt, aber als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern weitergemacht. Im Mai 2020 sagte sie, dass sie wieder gesund ist.

„Für mich hat es sich wie ein Befreiungsschlag angefühlt, als ich dann allen öffentlich gesagt habe, ich habe Krebs und ich habe die Hoffnung, wieder gesund zu werden“, sagte Schwesig weiter.

Die Diagnose fühle sich so an, als ob ein großes Loch aufgehe. „Als ich mich einigermaßen von diesem Schock erholt habe, mit Ärzten gesprochen habe, dass es auch Möglichkeiten der Therapien gibt – wenn man in so eine aktive Rolle kommen kann, dann erkennt man, da kann es auch einen Weg geben.“

Sie warnt davor, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung zu gehen. „Es ist total wichtig, zur Vorsorge zu gehen. Und ich weiß, dass man sich gerade in der jetzigen Zeit dreimal fragt, muss ich jetzt zum Arzt, muss ich jetzt eine Untersuchung machen“, sagte Schwesig anlässlich des Weltkrebstages in einem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-Interview. Es gelte auch in der Corona-Zeit Vor- und Nachsorgetermine wahrzunehmen.

Während ihrer eigenen Krebstherapie habe sie privat bereits Masken genutzt, etwa wenn ihre Kinder erkältet waren, was in einer Kita oder Schule ganz schnell vorkommen könne. Die Corona-Pandemie habe gerade für Risikopatienten eine ganz besondere Dimension.

Quelle: mit Agenturmaterial von dpa