Mit wessen Vater spielte Joachim Löw drei Jahre lang in einer Mannschaft?

In seiner langen Zeit als Nationaltrainer hat Joachim Löw viele Spieler trainiert – unter anderem auch Toni Kroos, Joshua Kimmich und Serge Gnabry. Aber nur mit dem Vater von Leroy Sané hat Joachim Löw drei Jahre in einer Mannschaft gespielt.
Fußball EM Frankreich - Deutschland Leroy Sane Joachim Löw
Foto: Christian Charisius/dpa

An seine ungewohnte Rolle als Fan-Liebling muss sich Leroy Sané noch ein bisschen gewöhnen. Lächelnd ging der Super-Dribbler nach seinem ersten Doppelpack im Deutschland-Trikot beim 9:0 gegen Liechtenstein begleitet vom Jubel der Zuschauer vom Platz. Große Worte gab es von dem 25-Jährigen danach aber nicht. Die wählte Hansi Flick, der nach dem Schützenfest in der WM-Qualifikation sonst wenig Einzellob verteilte. „Ich glaube, die letzten Wochen haben einfach gezeigt, was er für ein toller Spieler ist. Er spielt mit einer Leichtigkeit“, geriet der Bundestrainer ins Schwärmen.

Die Qualitäten von Sané, Sohn des früheren Fußball-Profis Souleymane Sané und der einst erfolgreichen Gymnastin Regina Weber, sind schon lange unbestritten. Seit dem der vor der WM 2018 vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw für das Turnier aussortierte Nationalspieler Vater geworden ist, ist er auch als Persönlichkeit gereift. Mit dem Vater von Leroy Sane, Souleymane Sané, war Joachim Löw drei Jahre lang in einer Mannschaft.

Sané beließ es bei den gewohnten Social-Media-Statements, wie üblich beim ehemaligen Premier-League-Spieler auf Englisch: „Great game! Thanks for the support, Wolfsburg!“, schrieb der Münchner Fußball-Profi bei Twitter. Great Game, großartiges Spiel. Das hatte für Sané vor wenigen Monaten noch ganz anders geklungen, als ihn die eigenen Bayern-Fans nach einem Phlegmaauftritt gegen den 1. FC Köln auspfiffen. Der unschöne Widerhall ist längst verklungen und Sané macht auch kein Aufhebens darum.

Bei Bayern-Coach Julian Nagelsmann, aber auch in besonderer Weise bei Bundestrainer Flick, der ihm als Münchner Coach nicht immer so gewogen war, hat Sané eine beachtliche Herbst-Entwicklung gemacht. Alles entscheidend: Er ackert auch nach hinten. „Was mir noch mehr gefällt, ist sein Wille, dem Ball nachzujagen, den Gegner unter Druck zu setzen. Das hat er top gemacht. Wirklich eine gute Entwicklung, weil er auf diesem Niveau Woche für Woche spielt“, sagte Flick.

dpa