John Bonham, der die „Rolling Stone“-Liste der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten anführt, war Mitglied welcher Band?

Die Band hat für Millionen Fans auf der ganzen Welt Kultstatus, aber kennt ihr jedes Mitglied von Led Zeppelin? John Bonham ist der Schlagzeuger von Led Zeppelin und wurde zum beten Schlagerzeuger aller Zeiten gekürt.
Led Zeppelin
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Mit seinem zurückgebundenen weißen Haar wirkt Jimmy Page eher wie ein klassischer Komponist als der geniale Bandleader, der mit seinen Gitarrensoli Stadien weltweit zum Ausrasten brachte. Der Gründer von Led Zeppelin war einst für seinen rasanten Lebensstil zwischen Sex, Drugs und Rock’ n’ Roll berüchtigt.

Der kleine Jimmy war ein Chorknabe und Einzelkind, die Mutter Arztsekretärin, der Vater Personalleiter. Wenig deutete darauf hin, dass Jimmy einmal Musikgeschichte schreiben würde. Doch ein Umzug in einen Londoner Vorort veränderte sein Leben: „Im Haus gab es eine Gitarre. Sie war einfach nur da, wie eine Skulptur“, erinnerte er sich Jahrzehnte später in einem seltenen Interview mit „GQ“. „Diese Gitarre war wie ein Intervention.“

In den 60er Jahren arbeitete Page als Studiomusiker, ehe er zwei Jahre bei den Yardbirds spielte. 1968 gründete er Led Zeppelin mit Robert Plant am Mikrofon, Schlagzeuger John Bonham sowie Bassist und Keyboarder John Paul Jones.

John Bonham wurde vom Musikmagazin „Rolling Stone“ an die Spitze der Liste der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten gewählt. Page schrieb meist die Musik, Plant steuerte die Texte bei. „Ob wir wollten oder nicht, wir wurden vom Schicksal zusammengebracht und es war eine Art Fügung, dass wir Musik verändern sollten“, sagte Page über die Gründung der Band in den „50th Anniversary Interviews (2018)“ auf Spotify.

Vor fast genau einem halben Jahrhundert, am 12. Januar 1969, erschien in den USA das erste Album, benannt nach der Band. Songs wie „Dazed and Confused“, „Babe I’m Gonna Leave You“ und „Communication Breakdown“ demonstrierten Drama und Dynamik. Das spiegelte sich im Plattencover wider, einem Schwarz-Weiß-Foto des brennenden Zeppelins Hindenburg.

Die Musiker waren so erfolgreich, dass sie nicht mit der Presse reden mussten. Legenden rankten sich bald um angeblich skandalöse Ausschweifungen. Jimmy Page gibt nur selten Interviews und beantwortet keine Fragen zu bestimmten Themen. Dazu gehört sein Interesse an Magie, er besaß zwei Jahrzehnte lang das Anwesen des Okkultisten Aleister Crowley bei Loch Ness. Oder Drogen, er nahm erst Koks, dann später Heroin, bis seine Performance auf der Bühne sichtbar litt.

1980 brach die Band auseinander. Anders als Zeppelin-Sänger Robert Plant, der seither erfolgreich seine eigenen Projekte verfolgt, betätigt sich Page eher als musikalischer Nachlassverwalter.

dpa