Foto: dpa/Daniel Naupold
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Mehr Beschäftigte in Kitas und Hochschulen lassen den öffentlichen Dienst wachsen. Am 30. Juni 2014 waren rund 4,65 Millionen Frauen und Männer dort beschäftigt. Das waren 17.300 Menschen oder 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag, dem „Tag der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst“, in Wiesbaden mitteilte.

Mit einem Plus von 6,4 Prozent gab es an kommunalen Kindertageseinrichtungen den stärksten Zuwachs. 187.300 Menschen sind jetzt dort beschäftigt. Seit Mitte 2008 stieg ihre Zahl um 37 Prozent. 96 Prozent waren Frauen, 62 Prozent Teilzeitkräfte, 11 Prozent hatten einen befristeten Vertrag. Der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten im Juni 2014 lag bei 2830 Euro brutto. In den vergangenen Jahren waren nur rund fünf Prozent der Beschäftigten bei den Kita-Betreuern Männer.

Das Personal an Hochschulen wuchs um 3,3 Prozent auf 518 900 Beschäftigte. Das waren 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr und 20 Prozent mehr als 2008. Berufs- und Zeitsoldaten gab es weniger: Ihre Zahl sank um 2,7 Prozent oder 4600 Beschäftigte auf 165 600.

Von allen Beschäftigten im öffentlichen Dienst waren 36 Prozent Beamte oder Richter, 60 Prozent Arbeitnehmer und 4 Prozent Soldaten. „Diese Anteile sind in den verschiedenen staatlichen Ebenen sehr unterschiedlich verteilt“, berichteten die Statistiker: In den Ländern war dank Polizei und Schulen mehr als jeder Zweite verbeamtet. Bei den Kommunen lag der Anteil der Verbeamteten bei 13 Prozent. Beim Bund war etwas mehr als jeder Dritte verbeamtet.

Quelle: dpa