In welchem Gebäude findet man oben in der Kuppel eine neun Meter große, kreisrunde Öffnung?

Das Pantheon in Rom ist nicht nur bei Touristen beliebt. Was zeichnet das Wahrzeichen aus? In dem Pantheon in Rom findet man oben in der Kuppel eine neun Meter große, kreisrunde Öffnung.
Pantheon Rom
Foto: Cecilia Fabiano/LaPresse/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Pantheon in Rom, eines der am besten erhaltenen Monumente der Antike, soll demnächst nicht mehr gratis zugänglich sein. „Bald wird es ein Eintrittsticket geben“, zitierte die Zeitung „Corriere della Sera“ am Mittwoch Kulturminister Dario Franceschini. Wie viel die Besichtigung kosten soll, war noch unklar, jedoch solle der Preis „moderat“ sein, hieß es. Die Einnahmen würden vor allem für die Instandhaltung verwendet. Der erste Bau wurde 27 bis 25 v. Chr. errichtet; der eindrucksvolle Kuppelbau entstand dann in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts n. Chr.

Das Ticket solle aber auch dazu beitragen, die Besucher „in diesen kritischen Zeiten“ besser kontrollieren zu können, so Franceschini. Derzeit kämen jährlich sieben Millionen Menschen ins Pantheon. Damit ist der gewaltige Rundbau mit der im Durchmesser neun Meter großen Öffnung in der Kuppel eines der meistbesuchten Denkmäler in Rom.

Die meisten Monumente der Antike in Rom, darunter das Kolosseum, das Forum Romanum und der Palatin, kosten schon lange Eintritt, lediglich die meisten Kirchen sind frei zugänglich.

Der oströmische Kaiser Phokas hatte den heidnischen Tempel im Jahr 609 Papst Bonifatius IV. geschenkt, der ihn zur Kirche weihen ließ. Im Pantheon sind auch die meisten italienischen Könige und einige Künstler beigesetzt.

Nach seinem überraschenden Tod wird der Ausnahmekünstler Raffael in einem ehemaligen Tempel aus der Antike, die er so liebte, im Pantheon, beigesetzt. Italien wollte Raffael eigentlich das ganze Jahr mit mehreren Schauen ehren. Die Mega-Ausstellung im Museum Scuderie del Quirinale musste wegen der Corona-Welle jedoch kurz nach der Eröffnung im März wieder schließen.

Mit Leonardo da Vinci (1452-1519) und Michelangelo (1475-1564) bildete Raffael eine Art Dreigestirn der Renaissance. In dieser Epoche der „Wiedergeburt“ entdeckten die Menschen Werke und Wissen der Antike neu. Von Italien aus eroberte dieses Denken andere Regionen Europas.

dpa