Fairtrade
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Die Corona-Pandemie hat auch beim Absatz fair gehandelter Produkte Spuren hinterlassen. Erstmals seit 20 Jahren ging 2020 der Umsatz von Waren mit dem „Fairtrade“-Siegel in Deutschland zurück, wie der Verein Transfair am Mittwoch berichtete. Viele werden besonders das Logo kennen: Das Logo von „Fairtrade“ ist himmelblau und grasgrün und dazwischen in Schwarz eine Figur mit erhobenem Arm.

Für rund 1,95 Milliarden Euro sind demnach im vergangenen Jahr «Fairtrade»-Produkte wie Kaffee, Bananen, Kakao oder Textilien verkauft worden, etwa fünf Prozent weniger als 2019. In den Jahren zuvor hatte Transfair zumeist zweistellige Zuwachsraten gemeldet. Der Verein vergibt an Händler und Produzenten gegen Lizenzgebühren das Recht, das grün-blau-schwarze Logo zu nutzen.

Transfair-Chef Dieter Overath sieht in den Umsatzrückgängen aber nur eine Unterbrechung des Aufwärtstrends für faire Produkte. „Wir werden die Delle nicht nur ausbügeln, wir werden in diesem Jahr ein klares Plus hinbekommen“, sagte er bei einer Online-Pressekonferenz. Das habe sich schon in den ersten Monaten des laufenden Jahres gezeigt.

Deutlich gesunken ist im vergangenen Jahr durch die zeitweise Schließung von Modegeschäften der Verkauf von Textilien. Rund 15,5 Millionen Kleidungsstücke und andere Textilien mit „Fairtrade“-Siegel wurden verkauft, 30 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch bei Bananen gab es ein kräftiges Minus. Verkauft wurden noch 112.000 Tonnen, 14 Prozent weniger als 2019. Der Grund sei der massive Preiskampf in den Supermärkten.

Dagegen hat der Absatz von Kaffee um 6 Prozent auf 24.000 Tonnen zugelegt. Fair gehandelter Kaffee habe damit in Deutschland einen Marktanteil von 5 Prozent, sagte Overath. Während der Verkauf über den Einzelhandel um 17 Prozent stieg, gab es im Außer-Haus-Bereich ein Minus von 34 Prozent, weil unter anderem Betriebskantinen und Universitätsmensen geschlossen waren.

Quelle: dpa