Welches heimliche Liebespaar verwendete einst die aus dem Radio entlehnten Decknamen „Fred“ und „Gladys“ füreinander?

Charles und Camilla verwendeten als heimliches Liebespaar einst die aus dem Radio entlehnten Decknamen "Fred" und "Gladys" füreinander.
Der britische Prinz Charles (l), Prinz von Wales, schüttelt Kwasi Kwarteng auf Schloss Windsor die Hand. Foto: Chris Jackson/PA Wire/dpa

Er galt lange Zeit als schrullig und eigenbrötlerisch, sie wurde früher als «Rottweiler» verspottet: Vor 15 Jahren haben Prinz Charles (71) und Camilla Parker Bowles (72) geheiratet. Erst kurz vor ihrem Hochzeitstag an diesem Donnerstag (9. April) waren sie wieder vereint, denn wegen der Corona-Krise mussten beide vorübergehend getrennt in Isolation leben. Charles und Camilla verwendeten als heimliches Liebespaar einst die aus dem Radio entlehnten Decknamen „Fred“ und „Gladys“ füreinander.

Bei einem Polospiel in Windsor unweit von London nahm 1970 alles seinen Lauf. Charles und Camilla lernten sich kennen, es war der Beginn einer großen Liebe. Wenig später soll Camilla, damals Anfang 20, freimütig auf ihn zugegangen sein: «Meine Urgroßmutter war die Geliebte deines Ururgroßvaters, wie wär’s mit uns?», lautet ein ihr zugeschriebenes Zitat. Angeblich funkte es sofort. Doch das Paar beendete die Beziehung, als Charles zur Navy ging.

Obwohl beide erst andere Partner heirateten, ließen Charles und Camilla kurz nach der Hochzeit des Thronfolgers mit der beim Volk besonders beliebten, 13 Jahre jüngeren Lady Diana Spencer ihre Affäre wiederaufleben. Sie schrieben sich heimlich als „Fred“ und „Gladys“. Diana machte keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen die „Ehe zu dritt“. Peinlich wurde es, als heimliche Mitschnitte eines intimen nächtlichen Telefonats auftauchten: Charles gestand, er sehne sich danach, Camillas Tampon zu sein – die Briten ergötzten sich am „Camillagate“-Skandal.

Nach langem Rosenkrieg ließen sich Charles und Diana 1996 scheiden. Nur ein Jahr später starb Diana bei einem tragischen Autounfall in Paris. Als klar war, dass Charles die mittlerweile ebenfalls geschiedene Camilla nicht wieder gehen lassen würde, soll die Queen nicht gerade erfreut gewesen sein. Camilla galt als Gegenbild zu Diana, die von vielen Briten als „Königin der Herzen“ verehrt worden war. Es dauerte acht Jahre, bis Königin Elizabeth II. ihrem Sohn erlaubte, seine Jugendliebe zu heiraten.

dpa