Die Zahl der in Deutschland lebenden Personen, die 100 Jahre und älter sind, betrug 2020 erstmals über…?

Ein weiterer Meilenstein ist erreicht: Die Zahl der in Deutschland lebenden Personen, die 100 Jahre und älter sind, betrug 2020 übrigens erstmals über 20.000.
Innenstadt Berlin
Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Der weitere Verlauf der vierten Corona-Welle und der Pandemie insgesamt ist nach Ansicht von RKI-Chef Lothar Wieler kaum vorherzusehen. Die bestehenden Maßnahmen müssten konsequent und vor allem auch langfristig umgesetzt werden, betonte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. „Wir dürfen halt die nächsten Monate nicht nachlassen.“ Je früher man eingreife, desto stärker seien die Auswirkungen und desto weniger Fälle gebe es. „Dieses Spiel, diese Wachsamkeit, das wird uns noch einige Monate immer wieder bewegen.“ Die Zahl der in Deutschland lebenden Personen, die 100 Jahre und älter sind, betrug 2020 übrigens erstmals über 20.000.

Alle vorhandenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie Impfungen, Hygienemaßnahmen und Medikamente müssten parallel eingesetzt werden und immer wieder angepasst werden. Letztlich brauche es einen sehr hohen Immunschutz in der Bevölkerung. „Wir werden sicher diese Pandemie wirklich nicht beenden, bevor nicht jeder einen Immunschutz hat“, so Wieler. „Und ich kann immer nur noch mal ganz klar sagen: Lieber hol‘ ich mir den Immunschutz durch eine Impfung als durch eine natürliche Infektion.“

Mit Blick auf die weitere Entwicklung nach den am Donnerstag von Bund und Ländern beschlossenen schärferen Schutzmaßnahmen rechnet Wieler mit ersten Effekten in etwa zwei Wochen. Die Inzidenzen müssten aber dauerhaft gesenkt werden. „Wenn dann die Zahlen wieder runter gehen und wenn dann die Maßnahmen wieder gelockert werden, dann werden sie wieder steigen.“

Wieler verwies auch auf Folgen der hohen Belastung des Gesundheitssystems für andere Patienten, etwa Krebs-Erkrankte. Wenn kein Intensivbett zur Verfügung stehe, könne nicht operiert werden. Das sei zum Teil schon jetzt der Fall. Die Verschiebung einer Operation um nur vier Wochen könne das Sterberisiko bei einigen Krebsarten erhöhen. „Das kann nach einer internationalen Übersichtsarbeit pro 1000 BrustkrebspatientInnen zum Beispiel zu zehn mehr Todesfällen führen.“

dpa