Komet Neowise Schweif
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Alle 5000 bis 7000 Jahre kommt der Komet Neowise der Erde so nah, dass er mit bloßem Auge zu sehen ist – im vergangenen Sommer war es wieder soweit. „Am 23. Juli steht er der Erde am nächsten“, sagt die Wissenschaftlerin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg.

Damals betrug seine Entfernung nur noch 103 Millionen Kilometer. Das entspricht ungefähr zwei Dritteln des mittleren Abstands der Erde zur Sonne. Schon zuvor erschien der Koment morgens gegen 3 Uhr am nordnordöstlichen Sternenhimmel – bevor er von der aufgehenden Sonne überstrahlt wurde. Ab dem 18. Juli war er dann in Deutschland nur noch abends zu sehen.

Wie hell der leuchtende Punkt mit seinem Schweif bei seiner größten Annäherung an die Erde scheinen wird, ist jedoch noch völlig unklar. „Kometen sind immer ein bisschen unberechenbar. Das müssen wir einfach abwarten“, schätzte Wissenschaftlerin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg damals. Auch von wo aus er tatsächlich zu sehen sein würde, war ungewiss.

Klar ist bei Kometen hingegen (fast) immer eines: Der Schweif zeigt üblicherweise von der Sonne weg. Das hat damit zu tun, dass die leichten Ionen vom Sonnenwind „davongeblasen“ werden.

Entdeckt wurde Neowise erst im März 2020 von dem reaktivierten Weltraumteleskop gleichen Namens.

Quelle: dpa