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Weißer Schnabel mit kryptischem Namen: Für viele gehört die FFP2-Maske beim Einkaufen oder der Fahrt mit dem Bus inzwischen zur Standardausrüstung. Das englische Kürzel der Atemschutzmasken FFP steht für „Filtering Face Piece“, was übersetzt so viel heißt wie Gesichts-Filter-Maske. Die Zahl steht für den Schutzfaktor.

Seit selbstgenähte Stoffmasken, Tücher und Schals als Mund-Nase-Bedeckung in Geschäften und im Nahverkehr verboten sind, ist die Nachfrage nach besserer Schutzausrüstung in der Corona-Krise rasant gestiegen. Zwar sind auch medizinische OP-Masken noch erlaubt und beliebt. Viele greifen aber auch zur FFP2-Variante, die mehr Schutz verspricht und längst auch in Supermärkten und Drogeriemärkten ausliegt.

Anders als im Frühjahr 2020, als die Bundesregierung kurzfristig ihre Maskenstrategie änderte, ohne dass klar war, wo die plötzlichen millionenfachen Bestellungen eigentlich herkommen sollten, gibt es in diesem Jahr bislang keine Engpässe.

Nicht nur in vielen Apotheken, sondern auch im Einzelhandel und im Internet sind die Preise in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. „Der Markt wird geradezu überschwemmt mit Masken von chinesischen Herstellern“, sagt Thomas Vierhaus, Geschäftsführender Vorstand beim Verband Technischer Handel (VTH). Und auch der ein oder andere deutsche Produzent mische inzwischen erfolgreich mit.

Gemeint sind Unternehmer wie Michael Sperling und Christian Vorbau. Der eine führt einen Maschinenbau-Betrieb in Berlin, der andere ein junges Start-up im nordrhein-westfälischen Wuppertal. Beide hatten im Frühjahr vergangenen Jahres zunächst damit begonnen, Schutzmasken aus China zu importieren. Aufgrund der unterschiedlichen Qualität bauten sie im Sommer und im Herbst dann eigene Produktionsanlagen auf und stellen nun in Deutschland FFP2-Masken für Apotheken, Großhändler, Kranken- und Pflegeeinrichtungen oder für private Verbraucher her.

Quelle: dpa