Bei welchem großen Sportereignis gelang 2021 die Titelverteidigung?

Die EURO 2020, der Super Bowl, die Vierschanzentournee und die Tour de France fanden 2021 statt – aber nur bei einem Sportereignis gab es einen Titelverteidiger. Es handelt sich um Tadej Pogacar, der 2020 und 2021 die Tour de France gewann.
Gewann 2020 und 2021 die Tour de France: Tadej Pogacar aus Slowenien (in der Mitte). Foto: Thibault Camus/AP/dpa

Dänemarks Kronprinz Frederik nahm voller Stolz ein Gelbes Trikot für seinen Sohn Christian entgegen, Dominator Tadej Pogacar verfolgte die Präsentation der 109. Tour de France im mondänen Pariser Palais des Congrès dagegen mit einem emotionslosen Pokerface. Mit dem Grand Départ in Dänemark, einer Kopfsteinpflaster-Etappe im Norden Frankreichs, der Rückkehr des Mythos Alpe d’Huez sowie vier weiteren Bergankünften verspricht die Tour, ein grandioses Sommer-Spektakel vom 1. bis 24. Juli 2022 zu werden. Auch die deutsche Radsport-Hoffnung Emanuel Buchmann dürfte die Streckenführung mit nur einem langen Zeitfahren freuen. Einige sportliche Großereignisse standen 2021 an – wo gab es eine Titelverteidigung? Bei der EURO 2020 gelang das nicht, beim Super Bowl und der Vierschanzentournee ebenfalls nicht. Die Tour de France wurde 2020 und 2021 von Titelverteidiger Tadej Pogacar gewonnen.

„Alpe d’Huez, das Kopfsteinpflaster. Das sieht gut aus. Das Kopfsteinpflaster ist eine Herausforderung, die mich reizt. Ich bin das noch nie gefahren“, sagte Pogacar am Donnerstag und schwärmte: „Es wird ein unglaubliches Rennen.“ Mit seinen Siegen 2020 und 2021 ist der erst 23 Jahre alte Slowene der Mann, den es zu schlagen gilt. Und mit den fast 20 Kilometern Kopfsteinpflaster auf der fünften Etappe stellen die Tour-Organisatoren Pogacar immerhin vor eine neue Aufgabe.

Diese wird es auch schon zuvor auf den drei Etappen in Dänemark geben, auf denen mit Windkanten zu rechnen ist. Auf der siebten Etappe steht dann auf der Skipiste von La Planche des Belles Filles die erste Bergankunft an – und damit für Pogacar, Buchmann und die weiteren Klassement-Fahrer gewohntes Terrain.

Eine Vorentscheidung könnte durchaus schon in den Alpen fallen. Die Etappe elf endet auf dem 2413 Meter hohen Col du Granon, einen Tag später geht es erstmals seit 2018 wieder nach Alpe d’Huez. An beiden Tagen muss dabei der 2642 Meter hohe Col du Galibier erklommen werden. Für Leichtgewicht Buchmann, 2019 Vierter der Tour, ein Parcours wie gemalt. Auch die Bergankünfte in den Pyrenäen auf den Etappen nach Peyragudes und Hautacam dürften dem Ravensburger gefallen.

dpa