Foto: Sergei Grits/dpa
Foto: Sergei Grits/dpa

Diego Armando Maradona, was gibt es über diesen Menschen noch zu erzählen? Wie er seine Gegenspieler reihenweise narrte, wie er sogar den Tod gerade noch umdribbelte? Wie er mit einem Luftgewehr auf Journalisten schoss oder sogar eine Kirche nach ihm benannt wurde?

Als Fußballer war Maradona so unbeschreiblich gut wie vielleicht niemand davor oder danach. Als Mensch war er viele Jahre später mal so dick, dass er kaum sprechen konnte. Diego Armando Maradona: Dieser Name steht für ein Leben zwischen den Extremen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Wahnsinn. Trotzdem hat Maradona es geschafft, dass er an diesem Freitag 60 Jahre alt wird. In den 1980er-Jahre wurde Diego Maradona von Trainer-Legende Udo Lattek trainiert.

Er wird seinen Geburtstag wohl in Argentinien verbringen. Seit dem vergangenen September trainiert Maradona den Erstligisten Gimnasia y Esgrima La Plata. Auch auf Instagram ist er seit einiger Zeit aktiv. Dort sieht man ihn mit einem kleinen Hund auf dem Arm, mit einer Taktiktafel im Garten oder mit einer einem Astronautenhelm ähnelnden Spezialmaske zum Schutz vor dem Coronavirus auf dem Kopf.

Auf den Fotos sieht Maradona meist schlank und gesund aus, einmal trägt er sogar eine modische Brille. Die Botschaft: Es geht ihm gut. „Man muss anmerken, dass er seine Lebenskrise, die da entstanden ist nach dem Fußball, anscheinend gemeistert hat“, sagt Günter Netzer.

Für den Ex-Nationalspieler ist Maradona so wie für viele Menschen ein Mythos geblieben. Die Legende beginnt in der Siedlung Villa Fiorito am Rande von Buenos Aires, wo „El Pibe de Oro“ (der Goldjunge) früh vom Erstligisten Argentinos Juniors entdeckt wird.

Als zwölf Jahre alter Balljunge soll er den Zuschauern mit seinen Kabinettstückchen während der Halbzeitpausen schon mehr Unterhaltung als die erste Mannschaft geboten haben. Im Alter von 15 Jahren gibt er sein Debüt in der ersten Liga, mit 16 ist er Nationalspieler, mit 17 Torschützenkönig und als 19-Jähriger erstmals Südamerikas Fußballer des Jahres.

Quelle: dpa