Porsche Werbespot Super Bowl
Foto: Screenshot YouTube

In der Nacht vom 2. auf den 3. Februar fand der 54. Super Bowl im Hard Rock Stadium in Miami statt. Das Interesse war wie immer riesig, rund 800 Millionen Menschen weltweit schauten sich das Event an.

Grund genug für Unternehmen und mittlerweile auch Einzelpersonen, aufwendige und teure Werbespots zu schalten.

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Wenn der Super Bowl ansteht, boomt die Werbung. Wie der US-Sender „CBS“ berichtet, ist der Super-Bowl-Tag der Tag im Jahr, an dem das meiste Geld für Werbungen ausgegeben wird. Über die Jahrzehnte sind die Preise für eine Werbung im Rahmen des Endspiels der National Football League (NFL) explodiert. Im Rahmen des Spiels zwischen den Kansas City Chiefs und den San Francisco 49ers haben die Zahlen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Google rührt mit „Loretta“-Werbung bei Super Bowl zu Tränen

 

Als 1967 der erste Super Bowl ausgetragen wurde, beliefen sich die Kosten für einen Spot über 30 Sekunden noch auf umgerechnet 34.000 Euro. 53 Jahre später muss man schon über fünf Millionen Euro zahlen, um eine halbminütige Werbung schalten zu können.

Super Bowl 2020: Termin, Uhrzeit, TV-Übertragung, Halbzeit-Show – alles zum NFL-Finale

Ein Meilenstein in dieser Beziehung war der Jubiläums-Bowl vor vier Jahren, als erstmals die „magische Marke“ von fünf Millionen US-Dollar durchbrochen wurde. Seitdem hat sich aber schon wieder einiges getan, was die Werbungen betrifft.

In diesem Jahr traten Werbungen, die von einzelnen Personen, und nicht wie üblich von Unternehmen geschaltet werden, in den Blickpunkt. Dabei ging es auch um Politik – immerhin hat das Wahljahr in den Vereinigten Staaten begonnen.

Der amtierende Präsident Donald Trump hat im Rahmen des NFL-Finals für sich und seine zweite Amtszeit werben, bevor im Spätherbst gewählt wird. Das war sein Spot:

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Hohn und Spott allerdings handelte sich Trump mit seinem Gratulations-Tweet ein. Er beglückwünschte die Kansas City Chiefs zum Sieg, schrieb ihnen allerdings den falschen Bundesstaat zu.

Kontrahent Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister von New York, kandidiert für die Demokraten und hat für seinen einminütigen Slot laut „CBS“ umgerechnet über zehn Millionen Euro hingeblättert.

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Während die Werbe-Clips der beiden Politiker noch nicht im Vorfeld veröffentlicht wurden, teasern viele Unternehmen ihre Spots schon vor dem Kick-off via Social Media an oder posten gar schon XXL-Versionen, für die die Werbezeiten am Super-Bowl-Abend selbst nicht reichen.

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Wir zeigen euch die besten, witzigsten und emotionalsten Werbespots:

Tom Brady: In diesem Jahr ist Tom Brady beim Super Bowl eigentlich nur als Zuschauer dabei gewesen, trotzdem sorgte er für viel Gesprächsstoff. Der sechsmalige NFL-Champion hatte am Freitag auf Instagram sein Karriereende angedeutet, während des großen Spiels gab es dann aber die Auflösung.

Während Super Bowl: Tom Brady löst Rätsel um sein Karriereende auf

„Man sagt, alles Gute muss irgendwann enden“, sagte Brady zu Beginn eines Werbespots, der während des Spiels ausgestrahlt wurde. „Für meine Kollegen, meine Familie und ganz besonders meine Fans, ihr verdient es, das von mir gesagt zu bekommen.“

Viele dürften nun die entscheidenden Worte erwartet haben – es kommt aber ganz besonders. In Bradys „Ankündigung“ bewirbt er den Streamingdienst Hulu. „Es ist Zeit, sich von dem Fernsehen, wie wir es kennen, zu verabschieden“, ist die Werbebotschaft des 42-Jährigen.

Nach einer kurzen Pause dann noch die entscheidende Nachricht für alle NFL-Fans: „Aber ich? Ich gehe nirgendwo hin.“ Brady wird wohl weitermachen und greift in seiner 21. Saison seinen siebten Super-Bowl-Triumph an.

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Google: In einem Clip, der viele Zuschauer zu Tränen rührte, wirbt der Suchmaschinen-Gigant für den Google Assistant und die praktischen Funktionen, die das Gerät mit sich bringt. In der Werbung erinnert sich ein alter Mann an seine verstorbene Frau Loretta und bittet den Google Assistant darum, ihm Bilder von ihr zu zeigen.

Darunter finden sich dann zum Beispiel Fotos aus dem Urlaub oder von ihrem Jahrestag. Ebenso ist der Google Assistant in der Lage, den Lieblingsfilm der beiden abzuspielen. Die Botschaft der Werbung ist schnell klar: Google hilft, die wunderbaren Dinge des Lebens nicht zu vergessen.

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Porsche: Lange haben Fans des Luxus-Autobauers darauf warten müssen, wieder einen Porsche-Werbespot sehen zu können. Erstmals seit 1997 schaltete das Unternehmen aus Stuttgart wieder eine Werbung im Rahmen des Super Bowls.

Gerade Bürgern aus dem Süden der Bundesrepublik dürfte dabei einiges ziemlich bekannt vorkommen. In dem Spot wird ein Sportwagen aus dem Porsche-Museum in Stuttgart geklaut, anschließend liefert sich der Dieb eine Verfolgungsjagd mit mehreren Sicherheitsleuten, die ebenfalls in legendären Porsche-Modellen unterwegs sind.

Beim Versuch, die anderen Sportwagen abzuschütteln, fährt die Person nicht nur durch Stuttgart, sondern auch Heidelberg, der Vettel-Heimat Heppenheim und den Schwarzwald. Vorab hat der Autobauer ein 150 Sekunden langes Video dazu auf YouTube veröffentlicht.

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Facebook: Als Porsche letztmals einen Spot beim NFL-Finale schaltete, gab es Facebook noch gar nicht. Das Zuckerberg-Unternehmen hat lange damit gewartet, auch bei dem Riesenevent in Erscheinung zu treten.

2020 war es aber so weit. Bereits in den vergangenen Monaten hat Facebook auch in Deutschland begonnen, verstärkt die Gruppen-Funktion zu bewerben. Das wurde auch beim Super Bowl fortgesetzt – in den Hauptrollen sind dabei die Hollywood-Schauspieler Chris Rock und Sylvester Stallone zu sehen.

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Doritos: Tortilla-Hersteller Doritos arbeitet 2020 mit Musiker Lil Nas X in einem Werbespot zusammen. Der US-Amerikaner feierte im vergangenen Jahr mit seinem Song „Old Town Road“ seinen großen Durchbruch. In einem von Western-Filmen inspirierten Spot tanzt er zu seinem Hit, bevor er auf einem Pferd mit einer Doritos-Tüte in der Hand in die Ferne reitet.

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Microsoft: Dass ein Aktiver beim Super Bowl in einer Werbung selbst zum Hauptdarsteller wird, ist eine Seltenheit. Das macht Microsoft in diesem Jahr mit Katie Sowers, Offensivtrainerin der San Francisco 49ers – die erste Frau, die bei einem Super Bowl in verantwortlicher Position agiert.

In einem bereits veröffentlichten Video werden Bilder aus Sowers‘ Kindheit gezeigt. Aber was hat Microsoft damit zu tun? Bei ihrer Arbeit nutzt sie Softwares des Unternehmens, um Spielzüge und ähnliches aufzuzeigen.

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NFL: Auch die National Football League schaltete bei ihrem eigenen Finale Werbung. Ein mit Legenden gespickter Spot hat beim letztjährigen Super Bowl die anstehende 100. Saison promotet, die am Sonntag zu Ende ging.

Anlässlich des Jubiläums wird es kurz vor Kick-off einen feierlichen Spot geben. Allerdings wird darin auch etwas Ernsteres thematisiert. Im Mittelpunkt steht Anquan Boldin, ein Wide Receiver, der inzwischen seine Karriere beendet hat, einst aber für die San Francisco 49ers spielte.

Boldin schildert in einem 30-sekündigen Werbespot, wie sein Cousin Corey Jones 2015 von Polizisten erschossen wurde. Es geht dabei um Polizeigewalt gegen dunkelhäutige Bürger in den Vereinigten Staaten. Die Rassismus-Debatte war ja gerade in den vergangenen Jahren in der NFL wegen Colin Kaepernicks Protesten ein großes Thema.

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Kia: Über die vergangenen Jahre hat sich Kia zu einem Dauerbrenner unter den Werbenden beim Super Bowl entwickelt. Bereits im elften Jahr in Serie wirbt der südkoreanische Autobauer für seine Produkte.

Auch Kia setzt auf eine Football-Persönlichkeit als Hauptdarsteller des Spots. Josh Jacobs, Running Back der Oakland Raiders, spricht in einem Auto mit seinem jüngeren Ich und versucht ihn zu motivieren.

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Budweiser: Im vergangenen Jahr sorgte der Brauerei-Konzern Budweiser noch mit einem gemeinsamen Werbespot mit der HBO-Serie Game of Thrones für Aufmerksamkeit, in diesem Jahr ist die Strategie hingegen eine andere.

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Ganz patriotisch hat Budweiser bereits am 23. Januar ein Video mit dem Titel „Typical American“ („Typisch amerikanisch“) veröffentlicht. Dabei sind neben verschiedenen, stereotypisch dargestellten „Helden des Alltags“ wie Feuerwehrleuten oder Soldaten unter anderem auch Spielerinnen der USA-Frauennationalmannschaft zu sehen. Sie feierten nach dem gewonnenen WM-Finale im vergangenen Jahr mit einem Budweiser in der Hand.