Haris Belkebla wurde pünktlich zum Afrika-Cup zum ersten Mal für die algerische Nationalmannschaft nominiert und stand kurz vor der Erfüllung seines Traumes, irgendwann einmal ein Länderspiel für sein Heimatland zu absolvieren. Daraus wird allerdings vorerst nichts, denn Belkebla wurde nun suspendiert – der Grund ist mehr als verrückt.

Das Videospiel „Fortnite“ gehört zu den beliebtesten Games der Welt, auch Fußball-Profis nutzen freie Abende im Hotel gerne mal für die ein oder andere Runde des Battle-Royal-Shooters. Als Alexandre Oukidja, Torwart der Nationalmannschaft Algeriens, kürzlich wieder die Konsole anschmiss, streamte er seiner Zocker-Session auf „Twitch“ und ließ so seine Fans am Fortnite-Vergnügen teilhaben.

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Und an dieser Stelle kommt der genannte Belkebla ins Spiel. Dieser nutzte den Stream seines Kollegen nämlich für einen Scherz, der ihm später zum Verhängnis werden sollte. Denn während Oukidja munter drauflos zockte, wurde Belkebla im Hintergrund offenbar langweilig: Kurzerhand zog der Mittelfeldspieler von Stade Brest seine Hose herunter und streckte seinen blanken Hintern in die Kamera, sodass dieser live ins Netz gestreamt wurde.

Algerien-Coach Djamel Bemadi bekam Wind von der Aktion und fand das überhaupt nicht lustig: Belkebla wurde nach seinem Online-Striptease aus dem Kader geschmissen, sein Traum vom ersten Länderspiel: geplatzt!

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Auf Instagram entschuldigte sich der 25-Jährige am Mittwoch. Er habe nicht gewusst, dass er zu dem Zeitpunkt live ins Internet übertragen wird.

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„Das soll aber keine Entschuldigung sein, denn ich habe einen Fehler gemacht, dessen Preis ich sofort durch den Verzicht des Nationaltrainers zu spüren bekommen habe“, schreibt Belkebla und führt weiter an: „Es ist eine Strafe, die mir das Herz bricht, aber legitim ist. Ich hoffe, dass ich noch mit meinen Mitspielern mitfiebern darf, wenn ich Euch zuschauen werde, wie Ihr den Pokal in die Höhe stemmt.“

Der Afrika-Cup 2019 wird in Ägypten ausgetragen und startet am 21. Juni. Algeriens Nationalteam um Manchester-City-Star Riyad Mahrez bekommt es in der Gruppenphase mit Senegal, Kenia und Tansania zu tun.