Tour de France Abbruch Bagger
Foto: Screenshot Eurosport

Auf der 19. Etappe der Tour de France verhindert das Wetter einen Finish in Tignes. Das Teilstück muss wegen der Witterung vorzeitig abgebrochen werden. Egan Bernal springt ins Gelbe Trikot.

Die 19. Etappe der Tour de France ist am Freitag wegen miserabler Wetterbedingungen auf der Abfahrt des Col de L’Iseran abgebrochen worden. Dies teilten die Veranstalter am Freitagnachmittag mit und stoppten das Rennen etwa 30 Kilometer vor dem Ziel.

Und das wohl zurecht. Schaut euch selbst die Bilder an:

Gewertet wurden stattdessen die Zeiten, die die Fahrer auf dem Gipfel des Iseran eingefahren hatten. Demnach ist der Kolumbianer Egan Bernal nach einer Attacke nun im Gelben Trikot, das der französische Lokalmatador Julian Alaphilippe nach einem Einbruch beim vorletzten Anstieg verlor.

Der Abbruch des Rennens kam ganz plötzlich. Auf der rasanten Abfahrt brachen Alaphilippe, Bernal und die weiteren Favoriten um den Deutschen Emanuel Buchmann plötzlich ihr hohes Tempo ab, als ihnen per Funk mitgeteilt wurde, dass das Teilstück vorzeitig endet. Ein Weiterfahren zwischen dem Col de L’Iseran nach Tignes erwies sich als unmöglich, große Bagger mussten den Berg von Wassermassen, Schnee und Hagel befreien.

„Es wäre zu gefährlich gewesen. Man hat eine gute Lösung gefunden, die Zeit oben am Iseran zu nehmen“, sagte Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk in der ARD.

Bernal wird damit auch als Etappensieger gewertet. Buchmann fuhr zeitgleich mit den weiteren Favoriten Geraint Thomas und Steven Kruijswijk über den Pass und wahrte damit seine Chancen auf einen Podestplatz in Paris. Alaphilippe hatte rund eine Minute auf die Gruppe eingebüßt, etwa zwei Minuten waren es auf Bernal.

Quelle: dpa