So ein Verhalten kennt man von unseren Handballern gar nicht! Tobias Reichmann hat nach seiner Nicht-Nominierung mit einer Ego-Aktion seinem Unmut Luft gemacht. Sowas hätte man eher einem Fußballer zugetraut.

Tobias Reichmann hat sich nach seiner Ausbootung für die Handball-Weltmeisterschaft mit einem spitzen Kommentar zu einem kurzen Urlaubstrip nach Florida verabschiedet. „Ich bin dann mal weg. Wieso, weiß ich gar nicht genau…Ahhh, doch…Spontanurlaub“, schrieb der 30 Jahre alte Rechtsaußen vom Bundesligisten MT Melsungen auf Instagram und postete dazu ein Bild von sich am Flughafen.

 
 
 
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Ich bin dann mal weg wieso weiß ich gar nich genau..ahhh doch..spontanurlaub [werbung] #sorrynotsorry

Ein Beitrag geteilt von Tobias Reichmann (@tobiasreichmann) am Jan 9, 2019 um 4:24 PST

DHB-Sportvorstand Axel Kromer äußerte am Donnerstag kurz vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft gegen Korea (30:19) Verständnis für Reichmann. „Natürlich hätten wir uns gefreut, wenn Tobias ein Urlaubsziel in der Nähe gewählt hätte. Aber es ist auch verständlich, dass ein enttäuschter Spieler erst einmal Abstand gewinnen muss“, sagte Kromer der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Konsequenzen wird es für den Europameister von 2016, der am vergangenen Sonntag von Bundestrainer Christian Prokop überraschend aus dem 16-köpfigen WM-Aufgebot gestrichen worden war, nicht geben. Man könne einem nichtnominierten Spieler nicht vorschreiben, wo er seinen Urlaub verbringe, sagte Kromer und betonte: „Wir haben mit ihm vereinbart, dass er im Falle einer Nachnominierung den ersten Flieger nach Deutschland nehmen würde.“ Einziger Rechtsaußen im DHB-Aufgebot ist Patrick Groetzki.

Und da ist das Problem: Eine Anreise aus Orlando wüde einen halben Tag dauern. Und dann ist da ja noch der Jetlag. Keine Frage, das ist für den DHB nicht optimal gelaufen. 

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  (dpa)