Pro Bowl 2022: Kader, Datum, Übertragung – alle Infos zum All-Star-Game der NFL

Der Pro Bowl 2022 findet eine Woche vor dem Super Bowl in Las Vegas statt. Kader, Datum, Übertragung – alle Infos zum All-Star-Game der NFL.
Allegiant Stadium Las Vegas
Das Allegiant Stadium beim Spiel der Las Vegas Raiders gegen das Washington Football Team am 5. Dezember 2021. Foto: AP Photo/David Becker

Der Pro Bowl ist das All-Star Game der NFL. Jedes Jahr werden die besten Spieler der Saison der Conferences AFC und NFC gewählt und treten gegeneinander an. Hier bekommt ihr alle Infos zum Pro Bowl 2022!

Wann findet der Pro Bowl 2022 statt?

Der Pro Bowl findet traditionell eine Woche vor dem Super Bowl statt. Termin für das Jahr 2022 ist der 6. Februar.

Wo findet der Pro Bowl 2022 statt?

Der Pro Bowl 2022 wird im Allegiant Stadium in Paradise im US-Bundesstaat Nevada statt. Das im Juli 2020 eröffnete Stadion, die Heimstätte der Las Vegas Raiders (NFL) und UNLV Rebels (NCAA), sollte schon 2021 als Austragungsort des Pro Bowl dienen, wegen der Corona-Pandemie wurde das Spiel jedoch abgesagt und auf virtueller Ebene ausgetragen.

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Pro Bowl 2022: Die Kader

AFC

Offense

  •  Quarterback:
    • Starter: Justin Herbert (Los Angeles Chargers)
    • Ersatz: Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs), Lamar Jackson (Baltimore Ravens)
  • Runningback:
    • Starter: Jonathan Taylor (Indianapolis Colts)
    • Ersatz: Nick Chubb (Cleveland Browns), Joe Mixon (Cincinnati Bengals)
  • Fullback: Patrick Ricard (Baltimore Ravens)
  • Wide Receiver:
    • Starter: Tyreek Hill (Kansas City Chiefs), Ja’Marr Chase (Cincinnati Bengals)
    • Ersatz: Stefon Diggs (Buffalo Bills), Keenan Allen (Los Angeles Chargers)
  • Tight End:
    • Starter: Mark Andrews (Baltimore Ravens)
    • Ersatz: Travis Kelce (Kansas City Chiefs)
  • Offensive Tackle:
    • Starter: Rashawn Slater (Los Angeles Chargers), Orlando Brown Jr. (Kansas City Chiefs)
    • Ersatz: Dion Dawkins (Buffalo Bills)
  • Offensive Guard:
    • Starter: Quenton Nelson (Indianapolis Colts), Joel Bitonio (Cleveland Browns)
    • Ersatz: Wyatt Teller (Cleveland Browns)
  • Center:
    • Starter: Corey Linsley (Los Angeles Chargers)
    • Ersatz: Ryan Kelly (Indianapolis Colts)

Defense

  • Defensive Ends:
    • Starter: Myles Garrett (Cleveland Browns), Maxx Crosby (Las Vegas Raiders)
    • Ersatz: Trey Hendrickson (Cincinnati Bengals)
  • Defensive Tackle:
    • Starter: DeForest Buckner (Indianapolis Colts), Chris Jones (Kansas City Chiefs)
    • Ersatz: Cameron Heyward (Pittsburgh Steelers)
  • Outside Linebacker:
    • Starter: T. J. Watt (Pittsburgh Steelers), Joey Bosa (Los Angeles Chargers)
    • Ersatz: Matthew Judon (New England Patriots)
  • Inside Linebacker:
    • Starter: Darius Leonard (Indianapolis Colts)
    • Ersatz: Denzel Perryman (Las Vegas Raiders)
  • Cornerback:
    • Starter: J. C. Jackson (New England Patriots), Xavien Howard (Miami Dolphins),
    • Ersatz: Denzel Ward (Cleveland Browns), Kenny Moore II (Indianapolis Colts
  • Free Safety: Kevin Byard (Tennessee Titans)
  • Strong Safety:
    • Starter: Derwin James (Los Angeles Chargers)
    • Ersatz: Tyrann Mathieu (Kansas City Chiefs)

Special Teams

  • Punter: A. J. Cole (Las Vegas Raiders)
  • Kicker: Justin Tucker (Baltimore Ravens)
  • Return Specialist: Devin Duvernay (Baltimore Ravens)
  • Special Teamer: Matthew Slater (New England Patriots)
  • Long Snapper: Luke Rhodes (Indianapolis Colts)

NFC

Offense

  • Quarterback
    • Starter: Aaron Rodgers (Green Bay Packers)
    • Ersatz: Tom Brady (Tampa Bay Buccaneers), Kyler Murray (Arizona Cardinals)
  • Runningback:
    • Starter: Dalvin Cook (Minnesota Vikings)
    • Ersatz: James Conner (Arizona Cardinals), Alvin Kamara (New Orleans Saints)
  • Fullback: Kyle Juszczyk (San Francisco 49ers)
  • Wide Receiver:
    • Starter: Cooper Kupp (Los Angeles Rams), Davante Adams (Green Bay Packers)
    • Ersatz: Justin Jefferson (Minnesota Vikings), Deebo Samuel (San Francisco 49ers)
  • Tight End:
    • Starter: George Kittle (San Francisco 49ers)
    • Ersatz: Kyle Pitts (Atlanta Falcons)
  • Offensive Tackle:
    • Starter: Trent Williams (San Francisco 49ers), Tristan Wirfs (Tampa Bay Buccaneers)
    • Ersatz: Tyron Smith (Dallas Cowboys)
  • Offensive Guard:
    • Starter: Zack Martin (Dallas Cowboys), Brandon Scherff (Washington Football Team)
    • Ersatz: Ali Marpet (Tampa Bay Buccaneers)
  • Center:
    • Starter: Jason Kelce (Philadelphia Eagles)
    • Ersatz: Ryan Jensen (Tampa Bay Buccaneers)

Defense

  • Defensive End
    • Starter: Nick Bosa (San Francisco 49ers), Brian Burns (Carolina Pamthers)
    • Ersatz: Cameron Jordan (New Orleans Saints)
  • Defensive Tackle:
    • Starter: Aaron Donald (Los Angeles Rams), Jonathan Allen (Washington Football Team)
    • Ersatz: Kenny Clark (Green Bay Packers)
  • Outside Linebacker:
    • Starter: Chandler Jones (Arizona Cardinals), Robert Quinn (Chicago Bears), Shaquil Barrett (Tampa Bay Buccaneers)
  • Inside Linebacker:
    • Starter: Micah Parsons (Dallas Cowboys)
    • Ersatz: Bobby Wagner (Seattle Seahawks)
  • Cornerback:
    • Starter: Trevon Diggs (Dallas Cowboys), Jalen Ramsey (Los Angeles Rams)
    • Ersatz: Darius Slay (Philadelphia Eagles), Marshon Lattimore (New Orleans Saints)
  • Free Safety: Quandre Diggs (Seattle Seahawks)
  • Strong Safety:
    • Starter: Budda Baker (Arizona Cardinals)
    • Ersatz: Harrison Smith (Minnesota Vikings)

Special Teams

  • Punter: Bryan Anger (Dallas Cowboys)
  • Kicker: Matt Gay (Los Angeles Rams)
  • Return Specialist: Jakeem Grant (Chicago Bears)
  • Special Teamer: J. T. Gray (New Orleans Saints)
  • Long Snapper: Josh Harris (Atlanta Falcons)

Hinweis: Spieler der beiden Super-Bowl-Teilnehmer nehmen nicht am Pro Bowl teil und werden ersetzt. Zudem kam es in der Vergangenheit immer wieder zu kurzfristigen Absagen einiger Akteure. Änderungen sind also noch möglich.

Pro Bowl 2022: Wer sind die Trainer der AFC und NFC?

Wer die beiden All-Star-Mannschaften der AFC und NFC trainiert, steht bis wenige Wochen vor dem Pro Bowl nicht fest. Bis einschließlich 2008 wurde der Trainerstab aus den Staffs der beiden Verliererteams der Championship Games zusammengestellt. Nach der Verlegung des Pro Bowls auf den Sonntag vor dem Super Bowl zeigte sich 2009 allerdings, dass die Vorbereitungszeit zu kurz war. Aus diesem Grund wurde 2010 die bis heute geltende Regelung eingeführt, dass der Headcoach eines in der Divisional Round ausgeschiedenen Teams das All-Star-Team übernimmt. Da dies pro Conference zwei Teams sind, wird dem Trainer, dessen Mannschaft in der Regular Season besser abgeschnitten hat, diese Ehre zuteil. Ist die Bilanz der Teams gleich, entscheidet die bessere Platzierung in der Playoff-Setzliste.

Voting: So werden die Spieler für den Pro Bowl gefunden

Welche Spieler beim Pro Bowl dabei sind, entscheiden nicht etwa ausschließlich Fachleute. In einem Voting zählen die Stimmen von Spielern, Trainern und Fans zu je einem Drittel. Das Voting für den Pro Bowl 2022 lief vom 16. November bis zum 16. Dezember 2021.

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Wie bekommt man Tickets für den Pro Bowl – und was kosten sie?

Tickets für den Pro Bowl 2022 beginnen bei 110 US-Dollar (knapp 100 Euro) und können hier erworben werden.

Wird der Pro Bowl 2022 übertragen?

Wer den Pro Bowl 2022 im Fernsehen sehen möchte, kommt bei ProSieben voll auf seine Kosten. Der Sender überträgt das All-Star-Game der NFL am 6. Februar im Rahmen von „ran NFL“ live im Free-TV. Auch im Stream auf ran.de wird der Pro Bowl 2022 zu sehen sein.

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Was ist der Pro Bowl eigentlich?

Beim Pro Bowl handelt es sich um das All-Star-Game der NFL. In der heutigen Form (AFC gegen NFC) gibt es den Pro Bowl – mit einer Unterbrechung von 2014 bis 2016, in der eine andere Zusammenstellung ausprobiert wurde – seit 1971. Von 1939 bis 1942 traf der NFL-Champion auf ein Auswahlteam der restlichen Liga, nach einer Reform 1951 wurde es dann ein Wettkampf zwischen zwei All-Star-Teams. Nach dem Zusammenschluss von NFL und AFL zur NFL wurde das All-Star-Game zum AFC – NFC Pro Bowl.

Von 1951 bis 1972 fand der Pro Bowl im Los Angeles Memorial Coliseum statt, ehe die NFL bis einschließlich 1979 verschiedene Austragungsorte ausprobierte. Von 1980 bis 2016 (mit Ausnahme von 2010 und 2015) trug die NFL den Pro Bowl dann im Aloha Stadium in Honolulu auf Hawaii aus und verlagerte ihn anschließend ins Camping World Stadium in Orlando, Florida.

Bis einschließlich 2008 wurde der Pro Bowl nach dem Super Bowl ausgetragen. Seither findet er in der Woche zuvor statt, was zur Folge hat, dass berufene Spieler der Super-Bowl-Teilnehmer nicht daran teilnehmen.

Im Rahmen des Pro Bowl gibt es in den Tagen zuvor – in der sogenannten Pro Bowl Week – ein buntes Programm an verschiedenen Aktivitäten. Highlight ist der „Skills Showdown“, bei dem die Spieler in verschiedenen Spielen ihr Können unter Beweis stellen. So gilt es beispielsweise, verschiedene Ziele mit einem Football zu treffen, um so Punkte zu sammeln, der beste Catch sowie der schnellste Spieler werden gesucht und die beiden Conferences treten im Dodgeball gegeneinander an.

Pro Bowl: Die Regeln

Im Vergleich zur Regular Season, den Playoffs oder dem Super Bowl gelten im Pro Bowl etwas andere Regeln. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es handelt sich nicht um ein Pflichtspiel, das Verletzungsrisiko soll daher so gering wie möglich gehalten werden. Daher darf der Quarterback zum Beispiel nicht angegriffen werden, ein Block unterhalb der Hüfte ist ebenso wenig erlaubt.

Pro Bowl: Wer hat häufiger gewonnen?

Den Pro Bowl in der heutigen Form konnte die AFC häufiger als die NFC gewinnen. Von 1971 bis 2013 stand es noch 22:21 für die NFC, nach drei Jahren, in denen die Teams anders zusammengestellt wurden als zuvor, gewann die AFC allerdings vier Mal in Folge. Aktueller Gesamtstand: AFC 25:22 NFC.

Was erhalten die Sieger des Pro Bowl?

Die Teilnahme am Pro Bowl hat für die Spieler nicht nur einen hohen Prestige-Wert, sondern spült auch Geld in ihre Kassen. Jedes Mitglied des Siegerteams erhält eine Prämie von 64.000 US-Dollar, die Verlierer erhalten immerhin noch jeweils 32.000 Euro.

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