Olympia 2021: Corona-Lage bleibt angespannt – zahlreiche Ausfälle kurz vor Eröffnung

Einen Tag vor Eröffnung der Olympischen Spiele bleibt die Corona-Lage angespannt. Knapp 90 Fälle wurden bisher ermittelt, zuletzt bei mehreren Hochkarätern.
Olympia 2021 Tokio
Foto: Li He/XinHua/dpa

Einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio bleibt die Corona-Situation angespannt. Wie das Organisationskomitee in dem am Donnerstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gab es zwölf weitere Corona-Fälle.

Zu den Betroffenen gehören zwei Athleten, die in Japan im olympischen Dorf wohnen. Beide Personen sind keine Japaner. Zudem sind zwei weitere Personen aus dem olympischen Dorf betroffen, bei denen es sich nicht um Sportler handelt. Alle vier mussten sich in Quarantäne begeben. Damit stieg die Zahl der positiven Corona-Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 87.

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Kurz zuvor war der russische Schwimm-Europameister Ilja Borodin ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 18-Jährige, der bei der EM in Budapest im Mai Gold über 400 Meter Lagen gewonnen hatte, habe keine Symptome, berichtet die russische Staatsagentur Tass und beruft sich auf den Vizepräsidenten des russischen Schwimm-Verbands, Viktor Awdijenko. Dennoch verpasst er die Olympischen Spiele in Tokio nun. Sein Fehlen bei Olympia sei „ein großer Verlust“, sagte Awdijenko.

Olympia 2021: Hochkarätige Sportler fallen wegen Corona aus

Schon am Vortag waren fünf teils hochkarätige Sportler positiv getestet worden: die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs (31), die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre (23), der tschechische Tischtennis-Profi Pavel Sirucek (28), die britische Schützin Amber Hill (23) und ein Beachvolleyball-Spieler der USA.

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Jacobs machte ihren Fall am Mittwoch bei Instagram selbst öffentlich. Sie kann bei der olympischen Premiere ihrer Sportart am kommenden Montag nicht an den Start gehen. „Mein Herz ist gebrochen“, schrieb Jacobs, die WM-Vierte von 2019: „Ich fühle mich gesund und habe alles in meiner Macht getan, um dieses Szenario zu verhindern.“ Laut ihrer Aussage wurden alle Regularien erfüllt, sodass ihre Skateboard-Teamkolleginnen trotz des Zwischenfalls antreten können. „Ich brauche etwas Zeit, damit mein gebrochenes Herz heilt und ich mich davon erholen kann“, schrieb Jacobs.

Das Nationale Olympische Komitee Chiles vermeldete unterdessen, dass Aguirre bereits bei der Ankunft in Japan positiv getestet worden sei und ebenfalls nicht antreten könne. Sie zeige jedoch keine Symptome und sei bei „guter Gesundheit“. Beide müssen genau wie Sirucek und ein amerikanischer Beachvolleyballer, der ebenfalls keine Symptome zeigt, in Quarantäne. USA Volleyball bestätigte den positiven Test, nannte allerdings keinen Namen des Betroffenen.

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Amber Hills Olympia-Traum geplatzt: „Absolut zerstört“

Sirucek ist nach dem Beachvolleyball-Spieler Ondrej Perusic bereits der zweite tschechische Sportler, der bei den Spielen in Tokio positiv getestet wurde. Der 28-Jährige werde damit nicht zu seiner Olympia-Premiere antreten können, teilte Tibor Alföldi mit, der Sprecher des Tschechischen Olympischen Komitees.

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Auch die Olympia-Favoritin und Weltranglisten-Erste Hill kann nicht an den Wettkämpfen teilnehmen, wie das britische Olympia-Team mitteilte. Sie wurde bereits vor ihrer geplanten Abreise nach Japan positiv getestet, leidet aber unter keinerlei Symptomen. „Es gibt keine Worte, die beschreiben, wie ich mich jetzt fühle“, sagte Hill. Sie sei „absolut zerstört“ nach der Nachricht vom positiven Test.

dpa