Novak Djokovic: Lieber Wimbledon-Aus als Impfung

In seinem ersten großen Interview seit seiner Ausweisung aus Australien weicht Tennis-Star Novak Djokovic keiner Frage aus. Und er stellt klar: Er würde eher nicht an Wimbledon teilnehmen als sich impfen zu lassen.
Novak Djokovic Februar 2022
Novak Djokovic bei einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Vucic im Februar 2022. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa
Novak Djokovic Februar 2022
Novak Djokovic bei einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Vucic im Februar 2022. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Novak Djokovic will lieber auf weitere Chancen auf große Tennis-Erfolge verzichten, als sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Das sagte der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger der BBC im ersten großen Interview seit seiner Ausweisung aus Australien. Der 34-Jährige wurde gefragt, ob er die Teilnahme an Grand-Slam-Turnieren wie den French Open oder Wimbledon wegen seiner Haltung zum Impfen opfern würde. „Ja, das ist der Preis, den ich bereit bin zu zahlen“, sagte der Serbe.

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„Ich war nie gegen Impfungen“, sagte Djokovic und führte aus, dass er als Kind geimpft worden sei. Er wolle aber die Freiheit haben, wählen zu können, was seinem Körper zugeführt werde. Djokovic sagte aber auch, er könne sich vorstellen, sich in Zukunft impfen zu lassen, „weil wir alle gemeinsam versuchen müssen, die bestmögliche Lösung zu finden, um Covid zu beenden“.

Nach seiner Ausweisung aus Australien kehrt Djokovic in der nächsten Woche beim Tennis-Turnier in Dubai auf die Tour zurück. Der nicht gegen Covid-19 geimpfte Djokovic hatte am Abend vor dem Beginn der Australian Open Mitte Januar aus Australien abreisen müssen. Der Rekordchampion des Grand-Slam-Turniers in Melbourne war mit einem Einspruch gegen die Annullierung seines Visums vor dem Bundesgericht gescheitert. In Australien gelten strenge Corona-Regeln, grundsätzlich dürfen nur vollständig gegen das Virus geimpfte Menschen einreisen.

Der Weltranglisten-Erste Djokovic sagte, er habe eine medizinische Ausnahmegenehmigung für die Einreise nach Australien erhalten, um bei dem Grand-Slam-Turnier zu spielen, da er von einer Covid-Erkrankung genesen gewesen sei. In Melbourne hatte der Spanier Rafael Nadal die Australian Open gewonnen und mit seinem 21. Grand-Slam-Titel Djokovic und den Schweizer Roger Federer an der Spitze dieser Rangliste überholt.

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Novak Djokovic will „im Einklang“ mit seinem Körper sein

Er hoffe, dass sich die Covid-Bestimmungen bei künftigen Turnieren ändern würden, und er dann auch „noch viele Jahre spielen kann“, sagte Djokovic. Er sei bereit und stark genug, statistisch der größte Tennisspieler aller Zeiten zu werden und den gerade bei den Australian Open erfolgreichen Nadal zu überflügeln.

Für dieses Ziel sei es enorm wichtig, auf seinen Körper zu hören, versicherte Djokovic. Dieses Prinzip sei für seine weitere Karriere auf dem Tennisplatz entscheidender „als jeder Titel oder irgendetwas anderes. Ich versuche, so gut ich das kann, im Einklang mit meinem Körper zu sein“. Um fit und gesund zu bleiben, habe er sich immer schon sehr intensiv mit den Themen Wellness, Gesundheit und Ernährung beschäftigt. So habe er beispielsweise seine Ernährungsweise und seine Schlafzeiten mit Blick auf sein Leistungsvermögen geändert.

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dpa